Sunday, November 27, 2022
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Iran: 15 Häftlinge, darunter zwei Frauen, in Zahedan erhängt

Drei der Erhängten waren vom Nachrichten-Büro Zahedans – dort werden üblicherweise politische Gefangene inhaftiert – verlegt worden

Am Morgen des Samstags, des 12. Oktobers erhängte das Regime in einer traumatischen Mordtat 15 Häftlinge im Zentralgefängnis von Zahedan. Zwei Tage vor der Hinrichtung waren die Henker damit beschäftigt, Jugendliche und Frauen von dem Nachrichten-Büro Zahedans in Einzelhaft zu verlegen; um alle Informationskanäle zu verstopfen, wurden alle Kommunikationen mit der Außenwelt unterbunden.

Drei der Erhängten wurden aus dem Nachrichten-Büro Zahedans – einem Gefängnis zur Inhaftierung politischer Gefangener – in das Zentralgefängnis verlegt. Das Regime neigt dazu, politische Gefangene hinzurichten, als wären es gemeine Verbrecher.

So beläuft sich die Zahl der Hinrichtungen seit Anfang des Jahres 2013 auf 486; 246 davon wurden nach der Schein-Präsidentenwahl der Mullahs erhängt.

Frau Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands, erklärte am 10. Oktober, dem Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, während sie zugleich wiederholte, es sei notwendig, das Dossier über die im Iran ebenso barbarisch wie systematisch begangenen Menschenrechtsverletzungen dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorzulegen: Die zunehmende Zahl der Hinrichtungen im Iran beweist, daß der religiöse Faschismus, der den Iran beherrscht, mit seiner Botschaft von Mäßigung kein anderes Ziel verfolgt, als die internationale Gemeinschaft zu täuschen, damit weiterer Handel mit diesem mittelalterlichen Regime und seine Beschwichtigung weiterhin als gerechtfertigt erscheinen. Sie fügte hinzu: Das Regime versucht in New York mit hohlen Gesten, eine Aufhebung der Sanktionen zu erreichen; doch durch die vermehrten Hinrichtungen, durch das in Ashraf von Malikis Regierung begangene Massaker, durch rücksichtsloses Gemetzel in Syrien, zunehmenden Export von Fundamentalismus und Terrorismus und weitere Verfolgung des Atomwaffenprojekts versucht das geistliche Regime, den Ausbruch des Volkszorns und seinen Sturz, der mit Sicherheit kommen wird, zu verhindern.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

13. Oktober 2013