Tuesday, February 7, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteIran: 8 Hinrichtungen in einer Woche; trotz der Empörung im Lande und...

Iran: 8 Hinrichtungen in einer Woche; trotz der Empörung im Lande und im Ausland wird Javid Dehghan hingerichtet

Maryam Rajavi fordert dringend zum Eingreifen auf, damit das Leben der Häftlinge, die auf der Todesliste stehen, gerettet und die Verbrechen des Regimes dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgelegt werden

Heute morgen hat – trotz im Lande wie im Ausland verbreiteten Protesten – die Justiz des religiösen Regimes auf Druck der Revolutionsgarden im Gefängnis von Zahedan den belutschischen politischen Gefangenen Javid Dheghan Khald erhängt. Javid, 31 Jahre alt, war im Mai 2015 verhaftet und nach schwerer Folter, mit der ein Geständnis erzwungen wurden sollte, von dem Gericht in Zahedan verurteilt worden.

Das religiöse Regime befürchtet, daß sich wegen der Repression, der Armut und der vom Coronavirus bewirkten Epidemie die Proteste des Volkes steigern und ist verzweifelt bemüht, die Situation durch die Schaffung einer Atmosphäre von Terror und Einschüch-terung, hartes Durchgreifen und Steigerung von Folter und Hinrichtung unter Kontrolle zu bringen. Allein in der vergangenen Woche – vom 23. bis zum 29. Januar – wurden in verschiedenen Städten des Iran sieben Hinrichtungen registriert. Geheime Hinrichtungen sind nicht inbegriffen.

Am 23. Januar wurde ein Häftling in Qom hingerichtet; am 25. Januar wurde Mehdi Aloi Hoseini, ein weiterer iranischer Ring-Meister, im Gefängnis von Dezful hingerichtet. Am 2. Januar wurde Abbas Ali Hosseini im Gefängnis von Zanjan exekutiert, und am 28. Januar ein weiterer belutschischer Häftling namens Anvar Naroui im Gefängnis von Dastgerd (Isfahan). Am 29. Januar erhängten – ein weiteres abscheuliches Verbrechen – Khameneis Henker im Zentralgefängnis von Sanandaj eine inhaftierte Frau.

Am 28. Januar wurde Ali Motayeri, ein iranisch-arabischer Häftling unter dem Vorwand von „Moharebeh“ (Feindschaft gegen Gott) und „Verderbnis auf Erden“ hingerichtet. Er war während seiner Verhaftung im Mai 2018 verletzt und später zum Zwecke der Erzwingung eines Geständnisses gefoltert worden.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran, wiederholte: Das Regime könnte sich ohne Folter und Hinrichtung nicht einen Tag länger halten. Erneut forderte sie die Vereinten Nationen und die Menschenrechtsorga-nisationen sowie die europäischen Länder und die Vereinigten Staaten auf, sofort Maßnahmen zur Rettung der Häftlinge, die sich auf der Todesliste befinden, zu ergreifen. Sie forderte die Vorlage des Dossiers des Regimes zu willkürlichen Verhaftungen, Massakern an politischen Gefangenen und Tötung von Demonstranten beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen; sie forderte, daß die Führer des Regimes wegen vierzig Jahren voller Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden. Dies Regime ist eine Schande für die zeitgenössische Menschheit; es muß, so betonte Frau Rajavi, von der internationalen Gemeinschaft isoliert werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
den 30. Januar 2021