Tuesday, November 29, 2022
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Iran: Allein in einer Provinz – Kermanshah – 700 Kinderarbeiter und Straßenkinder

NWRI – Der Generaldirektor des iranischen Regimes für die Wohlfahrt in der Provinz Kermanshah – im Westen des Iran – teilte mit, es seien in der Provinz 700 Kinder vorhanden, die arbeiten müßten. Er behauptete, die Sozialpolitik kümmere sich um die „Unterstützung und Qualifikation“ der Kinderarbeiter und Straßenkinder.

Dabei berichtete im vorigen Monat eine Tageszeitung, Agenten des Regimes hätten in der Stadt Kermanshah Straßenkindern und Kinderarbeitern die Köpfe kahl geschoren, um sie zu demütigen und von der Straße fernzuhalten.

In seiner Rede, in der er behauptete, er unterstütze die Kinderarbeiter, sagte Omid Qaderi: „Bei den Kindern, die gezwungen sind, auf den Straßen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, kann es sich nur um einen Kinderarbeiter, ein unbeaufsichtigtes oder unzureichend beaufsichtigtes Kind, eine Waise oder ein verstoßenes Kind handeln.“

Er sagte, die Sozialbehörden seien damit beschäftigt, sich der Straßenkinder und Kinderarbeiter anzunehmen. Er behauptete: „Die Provinz Kermanshah ist, wenn es sich darum handelt, sich der Kinderarbeiter anzunehmen, führend. Wir haben im Jahre 2000 in der Provinz ein Zentrum für Straßenkinder eingerichtet. Die Kinder werden identifiziert; es wird festgestellt, ob es sich schlicht um Kinderarbeiter oder darüber hinaus um Waisen oder verstoßene Kinder handelt. Dann nimmt das Zentrum sie auf und versorgt sie mit Beratung und Gesundheitsfürsorge. Das Zentrum bietet Dienstleistungen an, die die Kinder zur Rückkehr in die Gesellschaft befähigen sollen.“

Diese örtliche Behörde behauptet, sich um die Kinderarbeiter zu kümmern; doch im August dieses Jahres berichtete die Zeitung „Bakhtar“, eine ungenannte Institution der Regierung habe diesen Kindern in der Provinz Kermanshah die Köpfe kahl geschoren und sie gedemütigt, um sie am Erscheinen auf der Straße zu hindern. Nach diesem Bericht stand diesen Kindern eine mehrere Tage währende Haft in der Einrichtung bevor.

Keine zureichende Statistik über die Zahl der Kinderarbeiter

Der Wohlfahrtsdirektor in der Provinz Kermanshah sagte, es seien 600 oder 700 Kinderarbeiter in der Provinz vorhanden: „Von dieser Zahl wurden 300 identifiziert, aber aufgrund der Gegebenheiten dieser Arbeit ist die Zahl der Kinderarbeiter der Provinz und des gesamten Landes nicht genau.“

Mit bezug auf den Plan ‚zur Konsolidierung der Kinderarbeiter und Straßenkinder’, der eine Entscheidung des Kabinettsministers ausführt, gab Qaderi zu: „Dieser Plan wird in Partnerschaft mit der Regierung, der Justiz, den Städten und der Polizei verfolgt; die Wohlfahrtsinstitutionen beteiligen sich an dem Projekt.“ (So zitiert nach der staatlichen Zeitung „Mersad News“.)

Er behauptete: „Das Gesetz verbietet Kinderarbeit. Doch was diese Kinder betrifft, die gezwungen sind, sich durch Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen, ist die Wohlfahrtsorganisation bestrebt, die Kinder zu qualifizieren.“