Thursday, December 8, 2022
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IRAN: Aufruf, sechs sunnitische politische Gefangene aus der Todeszelle zu retten

Dienstag, den 3. März 2015 um 19:55 Uhr

NWRI – Der Iranische Widerstand ruft dazu auf, das Leben von sechs politischen Gefangenen in der Todeszelle zu retten.

 

Hamed Ahmadi, 33, Jahangrir und Jamshid Dehghani (zwei Brüder,  28 und 29), Kamal Mowlaie, 30, Seddiq Mohammadi, 28, und Hadi Hosseini, 31, wurden am Dienstag ganz plötzlich an einen unbekannten Ort gebracht, wo sie auf  ihre Hinrichtung warten.

Der Iranische Widerstand appelliert an alle internationalen Organisationen für Menschenrechte, besonders den Menschenrechtsrat der UNO und den Hohen Kommissar für Menschenrechte, den Sonderberichterstatter über die Menschenrechtslage im Iran, die Arbeitsgruppe gegen willkürliche Internierungen und den Sonderberichterstatter der UNO für außergerichtliche summarische Hinrichtungen, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Hinrichtung dieser Gefangenen zu verhindern.

Die Justiz des Regimes hat diese Gefangenen zum Tode verurteilt wegen ihres religiösen Glaubens. Sie wurden eingesperrt, weil sie ‚Propaganda gegen das System (Regime)‘ gemacht haben und weil sie ‚Verderber auf Erden‘ und ‚Moharebeh (Kriegführende gegen Gott)‘ sein sollen. 

Am Dienstag um 7:00 Uhr morgens sind 100 gegen Aufruhr eingesetzte Sicherheitskräfte über den Abschnitt 10 im Gohardasht Gefängnis in der Stadt Karaj hergefallen, wo sunnitische politische Gefangene festgehalten werden.   

Sie haben den Bezirk durchkämmt und bei den Gefangenen Leibesvisitationen durchgeführt. Sechs Gefangene wurden mitgenommen. Die überraschend  vorgenommene Razzia hatte das Ziel, dem Widerstand und dem Protest der Gefangenen zuvorzukommen.

Die Fortsetzung der Politik des Appeasement gegenüber dem inhumanen Regime und das Schweigen der USA und der EU angesichts der düsteren Menschenrechtslage im Iran, besonders gegenüber der zunehmenden Zahl der Hinrichtungen, bestärken den religiösen Faschismus, der im Iran herrscht, nicht nur in brutalen und systematischen Verletzungen der Menschenrechte, sondern auch im Export von Terrorismus und Fundamentalismus und außerdem in der Weiterführung der Atomprojekte.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran

3. März 2015