Sunday, December 4, 2022
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Iran: Das Mullah-Regime in tiefer Krise und Spaltungen

 Die Mehrheit der schiitischen Geistlichen im Dissens mit Khamenei über Eid al-Fitr

NCR – Zum ersten Mal hat Ali Khamenei, der Höchste Führer der Mullahs, selbst die Predigt zu Eid al-Fitr (der Feier am Ende des Fastenmonats Ramadan) gehalten, und zwar am Sonntag, während die Mehrheit des höheren schiitischen Geistlichen in den religiösen Zentren von Qom und Najaf entsprechend dem islamischen Kalender den Montag zum Eid al-Fitr erklärten.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Iranischen Widerstands, beschrieb die Konfrontation zwischen den Klerikern und Khamenei als Zeichen des gegen das Regime gerichteten öffentlichen Hasses und seiner Isolation. Sie sagte, die Krise und die Spaltungen bedrängten das Regime in einem solchen Maße, daß nicht einmal die religiöse Feier des Eid al-Fitr verschont wurde.

"Alle Zeichen deuten darauf, daß sich das Regime in seinem Endstadium befindet; es hat nicht nur im iranischen Volk, sondern bei vielen Klerikern, die einmal zu ihm gehörten oder es doch unterstützt haben, seine Popularität verloren. Die zunehmende Gewalttätigkeit und Repression werden ebenso wie die despotische Maßnahme des heutigen Tages an seinem Schicksal nichts mehr ändern können," fügte sie hinzu.

Frau Rajavi lobte die Kleriker, die in Opposition zum Regime getreten sind und riet ihnen, sich von den Verbrechern zu distanzieren, die im Namen der Religion herrschen. Sie empfahl ihnen auch, sich in das iranische Volk einzureihen und sich, bevor es zu spät ist, an seiner Erhebung zu beteiligen.

Khamenei konnte während seiner Rede am vergangenen Sonntag seinen Ärger über die landesweiten Demonstrationen des Freitags und den Widerstand der Kleriker nicht verhehlen. Er sah in den Protesten "falsche Gefühle", "Verrat und unverantwortliches Betragen". Er bezeichnete sie als "großen Schmerz" für seine Regierung sowie "eine fatale und gefährliche Krankheit" und führte die Führer der Gegenseite zur Reue über ihre "Sünden und Verfehlungen" auf.

Obwohl der skandalöse Charakter der jüngsten Schauprozesse immer deutlicher wird und internationale Stimmen die erzwungenen Geständnisse als wertlos bezeichnen, sagte Khamenei: "Die Geständnisse, die die Angeklagten … vor Gericht und vor laufenden Kameras ablegen, sind glaubhaft." Er sagt aus rein rhetorischen Gründen, er sei gegen "falsche Anschuldigungen", fügt dann aber hinzu: "Falsche Anschuldigungen gegen eine Person sind ein Verbrechen … doch falsche Anschuldigungen gegen den Staat sind ein weit größeres Verbrechen."

Das iranische Regime soll bald mit den 5+1-Mächten über sein Nuklear-Dossier verhandeln. Khamenei bezeichnete das Nuklearprojekt des Regimes als "wissenschaftliche Unternehmung" und betonte emphatisch die Bedeutung dieses Projekts zum Gewinn politischer Stärke. Damit zielt er in Wahrheit auf den Gewinn der Möglichkeit, den Fundamentalismus und dessen ominöse Herrschaft über die Region und die ganze Welt zu verbreiten.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
20. September 2009.