Thursday, February 2, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteIran: der Druck auf politische Gefangene, auf deren Familien und auf Sympathisanten...

Iran: der Druck auf politische Gefangene, auf deren Familien und auf Sympathisanten der PMOI wird immer mehr verstärkt

Je mehr sich die inneren und äußeren Krisen des antihumanen Regimes zuspitzen, desto mehr verstärkt es seinen Druck auf politische Gefangene, deren Familien und aud Sympathisanten der PMOI.

Elmira (Farah) Vazehan ist politische Gefangene und seit dem 5. Oktober im Hungerstreik. Sie hat diesen begonnen, um sich der Weigerung des Regimes, ihr eine sofortige Operation zu erlauben, zu widersetzen. Sie hat ein Herzleiden und Krebs. Da sich ihre Krankheit verschlimmert hat, wurde eine massive Rettungsaktion nötig. Danach war sie in medizinischer Behandlung außerhalb des Gefängnisses, in dem sie ein saß.

Am 19. September wurde sie von neuem ins Gefängnis gebracht, übrigens kurz vor dem Gipfel der blockfreien Staaten. Auf Anordnung ihrer Folterer wurden medizinische Behandlung und die Operation, die am 2. Oktober hätte stattfinden sollen, ausgesetzt.

Die Haft von Farah Vazehan hat im Dezember 2009 begonnen. Die Anklage lautete, sie habe Verwandte und Familienangehörige in Ashraf. Ihr wurde zur Last gelegt, “Krieg zu führen, indem sie mit der Organisation zusammenarbeite.” Zuerst wurde sie zum Tode verurteilt, später zu 15 Jahren Gefängnis. Zusammen mit anderen weiblichen Gefangenen mit der gleichen Anklage wurde sie im Evin Gefängnis inhaftiert, in einem Abschnitt, in dem gefährliche Kriminelle ein sitzen.

Am Mittwoch den 10. Oktober 2012 wurde Herr Ali Moezzi, ein Gefangener und Unterstützer der PMOI, vor ein korruptes Gericht der Mullahs zitiert. Drei mal weigerte er sich, vor dem Gericht zu erscheinen. Im letzten August schrieb Ali Moezzi an das Gericht: “Auf Grund von unrechtmäßigen Urteilen der Revolutionsgerichte wurden einige meiner Mitbürger zu Unrecht hingerichtet. Ich bestreite die Legitimation dieser korrupten Gerichte, deren Urteile schon im Voraus festliegen, weil die Richter und die jenigen, die die Beweise zusammenstellen, selbst schuldig sind.”

Ali Moezzi, 63, wurde am 15. Juni 2011 gefangen gesetzt, wenige Tage nach einer chirurgischen Operation. Man klagte ihn an wegen der Teilnahme an der Begräbniszeremonie des Unterstützers der PMOI Mohsen Dogmehchi, der im Gefängnis zu Tode gefoltert wurde durch die Versagung medizinischer Behandlung. Ali Moezzi war schon in 80er Jahren politischer Gefangener, er wurde im November 2008 erneut gefangen gesetzt, da er mit seinen zwei Kindern Camp Ashraf besuchte. Er leidet an mehreren Krankheiten, darunter auch Krebs, Dysfunktion der Nieren, und akuter Arthritis im Nacken. Dennoch haben die Folterer des Regimes ihm jegliche medizinische Behandlung versagt.

Ayyoub Porkar, 49, ist politischer Gefangener, der in das Behbahan Gefängnis im Süden des Iran verbannt worden ist. Er ist mit normalen Insassen eingesperrt. Er wurde zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Verbindungen zu der PMOI habe. Er lebt in sehr schlechten Verhältnissen im Behbahan Gefängnis, das nicht über minimale hygienische und medizinische Einrichtungen verfügt.

Die Behörden im Evin Gefängnis versagen dem politischen Gefangenen Assadollah Hadi medizinische Behandlung. Er hat ein Herzleiden. Er war in der 80ern politischer Gefangener. 2008 wurde er inhaftiert unter der Anklage, er “beeinträchtige die nationale Sicherheit und störe die politische Ordnung”, und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

In einer rabiaten Reaktion auf das Delisting der PMOI stellten die Folterer Familienangehörige von politischen Gefangenen und von Mudjahedin in Ashraf vor Gericht und misshandelten sie schwer, besonders die Familie Ha’ery, wobei man ihnen zu verstehen gab, sie sollten es noch als Milde betrachten. Mashalla Ha’ery, 61, wurde im Dezember 2009 inhaftiert, obwohl er wegen eines Herzfehlers und inneren Blutungen im Krankenhaus lag. Ihm wurde zur Last gelegt, er habe seinen Sohn in Ashraf besucht und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er war politischer Gefangener in den 80ern.

Vier Monate nach der Verlegung von Arjang Dawudi aus dem Gohardasch Gefängnis in die Abteilung 209 im Evin Gefängnis gibt es kein Lebenszeichen von ihm. Nach der Verlegung nach Evin wurde er schwerer Folter ausgesetzt. Arjang Dawudi, 60, ist Schriftsteller und Lehrer, er ist im November 2003 inhaftiert worden. Die Folterer planen, ihm erneut den Prozess zu machen auf Grund einer fingierten Schrift, sie werfen ihm ‘Moharebeh’ (Gotteslästerung) vor. Die Folterer verweigern ihm medizinische Behandlung, obwohl er mehrere Leiden hat.

Im Zahedan Gefängnis im südöstlichen Iran haben die Folterer des Regimes die Bedingungen verschlimmert für politische Gefangene, darunter Mohammad Amin Agushi, Iraj Mohammadi, Ahmad Pulad-Khani und Manuchehr Mohammadi, die aus der Stadt Urumieh in dieses Gefängnis gebracht worden waren. Sie haben politische Gefangene mit drogensüchtigen und gefährlichen Gefangenen zusammengepfercht, sie müssen sich deshalb mit dem Schlaf ablösen. Die Zuteilung von Nahrungsmitteln besteht gerade mal aus einem Ei, einer Kartoffel und einem viertel oder halben Laib Brot am Tag. Die meisten Gefangenen sind die ganze Zeit über hungrig und leiden unter falscher Ernährung. Am 7. Oktober wurde Iraj Mohammadi von mafiaähnlichen Gruppen im Gefängnis angegriffen und schwer verwundet. Zusätzlich zur Unterdrückung und Folter der Gefangenen werden im Zahedan Gefängnis vom Geheimdienstchef weithin und unbeschränkt Drogen verteilt, dazu werden diese mafiaähnlichen Gangs benutzt.

Am 10. Oktober führten die Geheimdienstagenten des klerikalen Regimes eine brutale Razzia in einigen Häusern in den Städten Karaj und Shahriar durch und setzten den Jugendlichen Babak Heshmatsaran, der 26 Jahre alt ist, gefangen. Amir Hossein Heshmatsaran war politischer Gefangener, der im März 2009 mit einem vergifteten Medikament getötet worden ist.

Drei Familienmitglieder von Behnud Ramazani wurden zu 20 Monaten Haft mit harter Arbeit verurteilt . Es wird ihnen vorgeworfen, eine Gedenkzeremonie für ihn abgehalten zu haben. Behnud, 19, war Student am Babol Institut für Technologie, der von kriminellen Mitgliedern der Bassij bei der Zeremonie des Feuerfestes im März 2011 getötet wurde.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran

13. Oktober 2012