Saturday, December 3, 2022
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Iran: Die Arbeitslosigkeit nimmt immer mehr zu

Ein weiteres Problem besteht darin, daß die Löhne abnehmen; viele Iraner werden dadurch gezwungen, ihren Arbeitsplatz, da er ihre Lebenshaltungskosten nicht annähernd deckt, zu verlassen.

Die Arbeitslosigkeit wird im Iran immer schlimmer; sie wird zu einem der Hauptthemen des Streits mit dem Volk. Die Wirtschaft des Landes befindet sich am Rande des Zusammenbruchs; viele Menschen sind arbeitslos, besonders junge.

Zu dieser Krise hat eine Reihe von Faktoren geführt – darunter der Mangel an unbefristeten Arbeitsstellen mit voller Arbeitszeit. Viele Iraner sind an Verträge ohne Arbeitssicherheit gebunden; sie können mit ihrer Arbeitszeit nicht zu einem annehmbaren Lohn kommen.

Ein weiteres Problem besteht darin, daß die Löhne abnehmen; viele Iraner werden dadurch gezwungen, ihren Arbeitsplatz, da er ihre Lebenshaltungskosten nicht annähernd deckt, zu verlassen.

Außerdem wird vielen Arbeitern gekündigt, weil die Arbeitgeber mit zunehmenden Kosten zu kämpfen haben. Viele Fabrikarbeiter werden freigesetzt, weil aufgrund der verringerten Kaufkraft die Profite der Unternehmen abnehmen, was in vielen Fällen zu ihrer Schließung führt.

Die Arbeitslosenrate des Landes hat einen Rekord erreicht; es liegen Zahlen über die akademisch Gebildeten vor, die keine Arbeit finden. Erst vor wenigen Tagen gab ein staatliches Medienunternehmen bekannt, daß die Zahl der arbeitslosen Akademiker doppelt so groß sei wie die der Ungebildeten.

Angesichts der jahrelangen Mißwirtschaft und Korruption, für die die Regierung verantwortlich ist, kann all das kaum überraschen. Der Wohlstand des Volkes wird ausgeplündert, und die Funktionäre des Regimes sind mit kaum etwas anderem beschäftigt als ihrem persönlichen Vermögen.

Solange das Regime an der Macht ist, wird sich an diesem Zustand nichts ändern. Daher verlegt sich die iranische Bevölkerung auf Streiks und Demonstrationen, auch solche, die sich gegen die Regierung richten. Es geht dem Volk verzweifelt um einen Wandel; es will eine Zukunft schaffen, die für es und für die kommenden Generationen von Hoffnung und Prosperität bestimmt wird – anstatt von Verzweiflung und Traurigkeit.

Viele der Streiks, die sich in der letzten Zeit überall im Iran ereigneten, waren darauf zurückzuführen, daß Löhne vorenthalten und Arbeiter entlassen wurden.

Auch Studenten haben sich in der sozialen Unruhe, die das ganze Land überzieht, stark engagiert. Das Regime fürchtet sich besonders vor den jungen Leuten; der iranische Widerstand ermutigt sie, sich zu erheben und ihren Landsleuten an die Seite zu stellen.

Die Kraft des Regime-Wandels wird vom Volk des Iran ausgehen; es besteht kein Zweifel, daß das Regime dem Zusammenbruch sehr nah ist. Das Volk ist darauf angewiesen, daß die internationale Gemeinschaft mit Bezug auf die innere Situation des Iran ihr Schweigen aufgibt. Das Volk fordert die Achtung vor den Menschenrechten, der Freiheit, der Demokratie und der Gleichberechtigung. Seine Forderungen sind legitim, und die internationale Gemeinschaft – zumindest die Länder, die stolz darauf sind, daß sie diese Werte aufrecht erhalten – sollte aufhören, diesem Volk den Rücken zuzukehren.

Das Land befindet sich in einer beträchtlichen gesellschaftlichen Krise. Viele Familien leiden unter der Arbeitslosigkeit; sie verlieren ihre Würde, sie verlieren ihren Lebensstandard – alles wegen des korrupten Regimes.