Tuesday, December 6, 2022
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Iran: Die Justiz verurteilt eine Frau zum Tod durch Steinigung, eine andere zur Erhängung

ImageMittwoch 19. Oktober 2005

Um ein Klima der Angst und Schrecken, insbesondere unter den Frauen zu erzeugen, beginnt das menschenfeindliche Mullah-Regime wieder die Todesurteile durch Steinigung zu fällen.

Wie die staatliche Zeitung „Etemad“ in ihrer Ausgabe vom 15.10.2005 berichtete, hat der Justizapparat des Regimes gegen eine Frau, namens Soghra, die Todesstrafe durch Steinigung verhängt. Vor der Vollziehung der Strafe soll die Frau 100 Mal ausgepeitscht werden. Die Zeitung „Djavan“ berichtete in der Ausgabe vom 18. Oktober ebenso von der Verhängung der Todesstrafe für eine junge Frau mit dem Namen Rahele.

Vor einiger Zeit hatte der Teheraner Justizchef, Mullah Abbas Alizadeh, bei einem Interview mit dem iranischen Fernsehen erwähnt: „Wir haben harte Urteile, die vom Provinzgericht oder Strafgericht gefällt werden. Wenn Sie mich fragen, warum solche Urteile nicht veröffentlicht werden, kann ich nur sagen, wir müssen auf die politischen, sozialen und internationalen Gegebenheiten Rücksicht nehmen.“

Nach der Veröffentlichung von den Videoaufnahmen durch den iranischen Widerstand, die diesen barbarischen Akt dokumentierten und eine internationale Welle der Bestürzung auslösten, hat das klerikale Regime für kurze Zeit diese Strafe ausgesetzt. Die Führung in Teheran betonte, dass die Vollstreckung dieser Strafe nicht öffentlich geschehen darf.

Sarvnaz Chitsaz, die Vorsitzende des Frauenausschusses des Nationalen Widerstandsrates Irans, sagte hierzu: “Um zunehmend der überschäumenden Unzufriedenheit und der aktuellen Aufstände der Bevölkerung entgegenzuwirken, sieht sich das Mullah-Regime nach der Amtseinführung von Passdar-Terrorist Ahmadinejad gezwungen, ohne jegliche Rücksicht und Beschönigung die brutale Unterdrückung, insbesondere der Frauen durchzusetzen.“
  
Chitsaz fordert die internationalen Menschenrechts- und Frauenorganisationen auf, gegen die Vollstreckung dieser bestialischen Urteile zu protestieren.

Der Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrates Iran macht die internationale Gemeinschaft und Menschenrechtsorganisationen auf die Urteile wie Steinigung und Hinrichtung aufmerksam und fordert sie auf, sich unverzüglich für die Freilassung der Frauen einzusetzen. Diese Strafen werden gegen jene Frauen angewendet, die selbst Opfer des Systems sind.

Der Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrates Iran
19. Oktober 2005