Thursday, December 1, 2022
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Iran: Die Namen der 25 hingerichteten sunnitischen politischen Gefangenen

Die Zahl der sunnitischen politischen Gefangenen, die auf Befehl Khameneis am 2. August im Gohardasht-Gefängnis erhängt worden sind, beträgt 25.

Es sind Shahram Ahmadi, 29 Jahre alt, zwei Brüder namens Kaveh und Arash Sharifi, 32 bzw. 36 Jahre alt, drei Brüder namens Mohammad Yavar, Mokhtar und Bahman Rahimi, 31, 33 bzw. 38 Jahre alt, Kaveh Vaisi, 32 Jahre alt, Behrouz Shahnazari, 31 Jahre alt, Talab Maleki, 31 Jahre alt, Ahmad Nassiri, 35 Jahre alt, Shahou Ebrahimi, 31 Jahre alt, Pourya  Mohammadi, Aalem Barmashti, Varya Ghaderifard, Keivan Momenifard, Idris Nemati, Farzad Honarjoo, Mohammad Gharibi, Keivan Karimi, Amjad Salehi, Omid Payvand, Ali Mojahedi (Ali Iraqi), Hekmat Sharifi (Hekmat Iraqi), Omar Abdollah (Zamzeh Iraqi) und Omid Mahmoudi.

Das religiöse Regime hat versucht, Einzelheiten über die Hinrichtung geheim zu halten; den Häftlingen war „Moharebeh (Schüren zum Krieg) und Propaganda gegen das Regime“ vorgeworfen worden. Die wichtigen Telefonverbindungen des Gohardasht-Gefängnisses waren zerschnitten bzw. unterbrochen worden, und die Kommunikationen unter den Häftlingen, das Aufsuchen des Krankenhauses, Besuche und sogar der Aufenthalt in der frischen Luft wurden unterbunden.

Haupt-Scherge Mohammad Jafari Montazeri, Generalstaatsanwalt des Regimes, warf diesen Häftlingen „Untergrabung der Sicherheit“ vor. Der Staatsanwalt von Kurdistan klagte sie wegen „Mordes an Mohammad Sheikhholeslam, Mitglied des Expertenrates für Kurdistan“ an; wegen desselben Vorwurfs hatte das religiöse Regime im März 2015 bereits sechs Häftlinge hingerichtet.

Die meisten Opfer waren zwischen 2009 und 2011 verhaftet worden; sie waren in Einzelzellen des Geheimdienstgebäudes von Sanandaj für eine Dauer zwischen 18 und 31 Monaten gefoltert worden. Die elementarsten Rechte wie Zugang zu einem Anwalt, medizinische Behandlung, Besuche von Angehörigen waren ihnen verweigert worden. Sie hatten wiederholt gegen diese unhaltbaren Zustände protestiert.

Kaveh Sharifi litt aufgrund der Folter, die er 27 Monate lang zu erdulden hatte, an verschiedenen Krankheiten. Am 31. Juli erlitt er um Mitternacht eine Herzattacke und wurde in ein außerhalb des Gefängnisses gelegenes Krankenhaus gebracht. Die Schergen holten ihn aus dem Krankenhaus zurück und erhängten ihn wenige Stunden später. Sein Bruder Arash Sharifi litt ebenfalls aufgrund der Folter an verschiedenen Krankheiten. Das linke Auge war wegen verweigerter Behandlung vollständig erblindet; die Sehkraft des rechten war geschwächt.

Shahram Ahmadi wurde 33 Monate lang in Einzelhaft gefoltert; er litt an verschiedenen Krankheiten, darunter Verlust des Gehörs und Nierenentzündung. Am 5. Juli 2016 schrieb er an Ahmad Shaheed, den Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zur Lage der Menschenrechte im Iran: „Ich hoffe, daß ich wie ein menschliches Wesen behandelt werde, wie ein Angeklagter vor einem gerechten Gericht, daß ich meinen Anwalt treffen kann, daß er die Akten gelesen hat, daß neben dem Richter nicht mein Folterer sitzt, daß der Richter nicht wütend ist und sagt: Entweder Sie verlassen dies schiitische Land oder Sie sterben, daß der Prozeß länger als fünf Minuten dauert und daß man mir zu sprechen gestattet.“ Shahrams jüngerer Bruder Bahram Ahmadi, der während seiner Verhaftung noch nicht 18 Jahre alt war, wurde im Januar 2012 gemeinsam mit fünf weiteren sunnitischen politischen Gefangenen hingerichtet.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands, bezeichnete die Massenhinrichtung sunnitischer Häftlinge, die am Gedenktag des Massakers von 1988 durchgeführt wurde, als abscheuliches Verbrechen gegen die Menschlichkeit und einen vergeblichen Versuch, den Ausbruch öffentlichen Zorns zu verhindern. Sie mahnte zur Solidarität mit den Angehörigen der Opfer und forderte den Menschenrechtsrat und den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Bildung eines internationalen Gerichts auf, um die Führer des religiösen Faschismus, der den Iran beherrscht, zur Rechenschaft zu ziehen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran