Monday, November 28, 2022
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Iran: Ein Mann, der als ‚Schurke’ verhaftet worden war, wurde durch Teheran geführt

Ein Mann wurde durch die Straßen Teherans geführt – zur Strafe dafür, daß er ein ‚Schurke’ sei, und wegen einer Reihe weiterer angeblicher Verbrechen, darunter ‚Glücksspiels im heiligen Monat Ramadan’.

 

Das Opfer, das Samad K. genannt wurde, wurde am 23. Juli  einem demütigenden, stundenlangen Ritual unterworfen; die Polizei war in der iranischen Hauptstadt massiv gegen ‚Schurken’ vorgegangen. 

In den größeren Tageszeitungen wurde von ihm ein erniedrigendes Foto veröffentlicht; hinzugefügt war die Aufforderung, jeder, der Klage gegen ihn zu führen habe, solle sich melden. 

Der Chef der Bezirkspolizei sagte vor der staatlichen Nachrichtenagentur ISNA: „Um den Plan zur Sicherung der Bezirke zu erfüllen, ging die Polizei in verschiedenen Bezirken Teherans entschieden gegen die Schurken vor. Im Südosten Teherans wurde einer der Schurken namens Samad K. verhaftet.“

Erniedrigende Strafen wie das Vorführen auf den Straßen und öffentliches Auspeitschen werden von der iranischen Polizei systematisch angewandt. Damit will sie im Volk die Atmosphäre der Angst steigern. 

Vor zwei Wochen wurden fünf Iraner ausgepeitscht. Einem Christen wurden mit einer Zigarette die Lippen verbrannt – Strafe für Nicht-Fasten im Ramadan. 

Der iranische Widerstand verurteilte damals die barbarischen Urteile wie folgt: „Das Schweigen der Weltgemeinschaft zu diesen mittelalterlichen Strafen unter dem Vorwand der Nukleargespräche mit dem Iran hat die brutalen, systematischen Menschenrechtsverletzungen im Iran zunehmen lassen.“

„Alle politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum iranischen Regime sollten von der Verbesserung der Menschenrechtssituation, dem Aufhören willkürlicher Hinrichtungen und dieser mittelalterlichen Strafen abhängig gemacht werden.“