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Iran: Ein politischer Gefangener sagt, die Drangsalierungen und Einschüchterungsversuche werden uns nicht stoppen

NWRI – Der politische Gefangene Mehdi Farahi Shandiz  im westlich von Teheran gelegenen Gohardasht Gefängnis hat in einer Erklärung über die Insassen geschrieben, die am Abend des 19 April erhängt wurden:
„Die Söldlinge werden ihre Ziele nicht dadurch erreichen, dass sie politische Gefangene und Aktivisten für Menschenrechte einschüchtern und drangsalieren.
Am Abend des Mittwoch, des 19. April, haben die Henker im Gohardasht Gefängnis wiederum Gefangene mit empörender Grausamkeit erhängt. Die hingerichteten Gefangenen waren Farajollah Hatami, Isa Ebrahimi, Mohsen Babai, Said Rashti, Hassan Javadi und mehrere andere Insassen“.

Er erwähnt besonders den jungen Gefangenen Mohsen Babai, der ebenfalls erhängt worden ist. Dazu schreibt er: „Mohsen war gerade einmal 29 Jahre alt. Er war so leidenschaftlich, freundlich und in jedem Sinne menschlich. Er war ein Freund aller politischen Gefangenen. Seine Leidenschaft für Aktivitäten für politische und Menschenrechte brachte ihn den anderen politischen Gefangenen näher, darunter Shahrokh Zamani Faghid, Arjang Davudi und Behnam Ebrahimzadeh. Mohsen hat die politischen Gefangenen und Menschenrechtsaktivisten immer auf vielfältige Weise unterstützt.
Nachdem er zusammen mit Behnam Ebrahimzadeh ins Gefängnis kam, hat Mohsen beständig an Erfahrung in Bezug auf Menschenrechtsaktivitäten hinzugewonnen und wurde ein Protestierender gegen die Oberherrschaft des Kleriker-Regimes. Er forderte auch alle politischen Gefangenen auf, gegen die Behörden und Wachleute zusammenzustehen.
Während das inhumane Regime seine Verbrechen unter der Decke zu halten und zu verbergen versucht hat, gelangten die Nachrichten über die Hinrichtung von Mohsen Babai, Farajollah Hatami und ihren Kameraden in die Medien und das ließ den Zorn der Söldlinge aufwallen.
Gleich nach den Hinrichtungen haben besonders dafür ernannte Agenten des Ministeriums für Geheimdienste einige Aktivisten für politische und Menschenrechte eingeschüchtert, besonders Behnam Ebrahimzadeh. Sie haben den Gefangenen gedroht wegen des Öffentlich-Werdens der Hinrichtungen.
Wir werden den Söldlingen des Ministeriums für Nachrichtendienste sagen, dass die Aktivisten für politische und Menschenrechte euch, die brutalen Mörder, niemals um Erlaubnis bitten werden für irgendetwas, das sie tun.
Die Aktivisten werden ihre Aktivitäten für die Menschenrechte unablässig fortsetzen trotz der Drohungen und sie werden keine Mühe scheuen, Menschen zu schützen und gegen die Hinrichtungen zu protestieren; wie auch  Arjang Davudi, Shahrokh Zamani und Behnam Ebrahimzadeh  ihre politischen Aktivitäten nicht gestoppt haben nach dem Vorfall am 17. April 2014, als die Wachleute den Trakt 350 im Evin Gefängnis angegriffen haben.
Das Kleriker-Regime wird das Stigma der Tötung dieser jungen Männer immer mit sich herumtragen müssen. Wir bezeugen den Angehörigen von Mohsen Babai, Farajollah Hatami und denen, die sich ausdauernd bemüht haben, die Hinrichtung dieser Jugendlichen zu stoppen, unser Beileid. Wir drücken auch den Menschen, deren Herzen für die Freiheit, Humanität und Gerechtigkeit schlagen, unser Beileid aus.
Wir hoffen, dass die Hinrichtungen und andere inhumane islamische Gesetze annulliert werden und dass niemand sein Leben verlieren muss wegen solcher versteinerten Strafmethoden.
Nieder mit dem inhumanen Mullah-Regime!
Lang lebe die Freiheit!
Mehdi Farahi Shandiz im April 2017″