Sunday, February 5, 2023
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Iran: Ein Regierungsvertreter warnt: Teheran droht der Mangel

NCRI – Die Hauptstadt des Iran wird in einen kritischen Zustand geraten, wenn die mehr als 15 Millionen große Bevölkerung ihren Verbrauch nicht senkt; darauf wies warnend ein Vertreter des Energieministeriums hin.

 

Hamid Reza Janbaz, Assistent des iranischen Energieministers, sagte: „Die Gefahr für die Beschaffung und Verteilung des Wassers ist so groß, daß sich jedermann an ihrer Bewältigung beteiligen sollte.“

„Das Land sieht sich einer schwierigen Wasserknappheit ausgesetzt.“

In den letzten beiden Wochen ist es in einer Reihe von Städten zu Protesten gegen die Wasserknappheit gekommen. 

Aus Angst, die Wasserkrise könnte überall im Lande auf den Straßen zu Demonstrationen führen, befahl der Höchste Führer des iranischen Regimes, Ali Khamenei, seinen Mitarbeitern Anfang August, einen Ausweg aus dem akuten Wassermangel des Regimes zu finden. 

Khameneis Militärberater Rahim Safavi sagte, es bestünden Pläne zum Austausch von Wasser und Öl mit Tajikestan. Er fügte hinzu: „Die Krise von Wasser und Energie hängt mit der nationalen Sicherheit und der Verteidigung des Landes eng zusammen.“

 

Reuters zitierte unlängst einen im Iran stationierten Koordinator der UNO, der sagte: „Heute stellt die Wasserknappheit für die Sicherheit der Menschheit im Iran die größte Herausforderung dar.“

Vor dem Parlament sagte der Energieminister des Regimes: „Wir befinden uns in einer Wasserkrise; sie wird noch schlimmer werden.“

Ein Mitarbeiter des Energieministeriums fügte hinzu: „Gegenwärtig können von den über 1200 Städten des Iran nur 500 genügend Wasser für den normalen Verbrauch zur Verfügung stellen; die Dürre und die Sommerhitze erfordern besondere Aufmerksamkeit.“

Der Direktor der Teheraner Werke für Wasser und Abwasser sagte am 14. August, in den Tanks der Stadt seien Vorräte, die nur noch für einen Monat ausreichten. 

Fünf von den sechs Behältern in der im Norden gelegenen Provinz Khorasan sind vollkommen ausgetrocknet; in mehreren Städten der Provinz droht vollständiger Ausfall des Wassers. 

In den Provinzen Khuzestan, Sistan und Belutschestan soll die Lage noch schlimmer sein.

Im Durchschnitt fallen im Jahr in Teheran 149 mm Regen; doch wegen der Mißwirtschaft gehen davon 90% verloren. 

Andere Faktoren sind die exzessive Stauung von Flüssen, unsachgemäße Berieselung, Dürre und Klimawandel – sie alle haben zu der Wasserkrise des Iran beigetragen, die jetzt als Angelegenheit der nationalen Sicherheit betrachtet wird.