Saturday, February 4, 2023
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Iran: Ein weiteres unmenschliches Verbrechen im Gefängnis von Zahedan

Forderung, das Dossier der Hinrichtungen, Folter und beständigen Menschenrechtsverletzungen im Iran dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorzulegen

 

Durch ein weiteres unmenschliches Verbrechen starb am 25. Juni Hamzeh Naroui (23 Jahre alt), politischer Gefangener aus Belutschistan, im Zentralgefängnis von Zahedan, bedingt durch schwere Folter, die ihm die Folterknechte des Mullahknechts angetan hatten. Fünf Monate zuvor hatte auch sein Bruder Ali Naroui den Märtyrertod erlitten – im Gefängnis von Urumieh. 

Vor sieben Monaten wurde Hamzeh in Zahedan wegen seiner Verwandtschaft mit Ali Naroui verhaftet; drei Monate verlebte er unter Folter in Einzelzellen der Geheimdienststelle von Zahedan. Darnach wurde er in eine Einzelzelle der Quarantäne-Abteilung des Zentralgefängnisses von Zahedan verlegt; dort hielt man ihn vier Monate lang unter unmenschlichen Bedingungen. Als er gegenüber den Agenten des Regimes gegen diese Bedingungen protestierte, wurde er auf Befehl von Sargol Zai, dem Vertreter von Mohammad Marzieh, Ankläger der Provinz Sistan und Belutschistan, erneut der Folter unterworfen; sie führte zu seinem Tod. 

Am Freitag, den 20. Juni, starb Habib Abbassi (40 Jahre alt), Häftling im Gefängnis von Urumieh, in Einzelhaft unter verdächtigen Umständen. Fünf Tage zuvor war er in Einzelhaft verlegt worden, weil er mit einem seiner Folterer gestritten hatte, woraufhin er erneut schwer gefoltert worden war. Um zu verhindern, daß diese Nachricht nach außen drang, verschlossen die Folterknechte alle Türen der Abteilung und hinderten die Häftlinge an jeglicher Bewegung. Auch entfernten sie sofort den Leichnam Abbassis aus der Zelle. 

Ein weiteres Verbrechen: Jaaber Sakhravi (30 Jahre alt), ein politischer Gefangener in Ahwaz, wurde gelähmt und hat sehr schlechte Aussichten wegen der an seinen Beinen verübten Folter. Er wurde schwer gefoltert, während er an einem Hirntumor litt; außerdem hatte er davor eine Herzattacke erlitten. 

Diese Verbrechen sind nur ein kleiner Teil der Unglücksfälle, die in den mittelalterlichen Gefängnissen, Verwahrungsanstalten und geheimen Folterkammern der Mullahs, in allen Städten des Landes, täglich vorkommen.

Die Zunahme von Repression, Folter und Hinrichtung, die seit dem Amtsantritt Rouhanis immer schlimmer wird, hat entlarvt, wie unverschämt die Behauptung ist, die Velayat-e faqih mäßige sich. 

Der iranische Widerstand fordert erneut die Vorlage des Dossiers der schrecklichen Verbrechen des Mullah-Regimes vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und dem Internationalen Strafgerichtshof. Er unterstreicht auch: Alle wirtschaftlichen Beziehungen zu dem religiösen Faschismus, der den Iran beherrscht, sollten von der Aufgabe der Folter und Hinrichtung und einer Verbesserung der Menschenrechtssituation im Iran abhängig gemacht werden. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iranden 4. Juli 2014