Wednesday, November 30, 2022
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Iran: Eine politische Gefangene in ein Gefängnis mit grausamen Zuständen verlegt

NCRI – Die Behörden des Teheraner Evin-Gefängnisses haben eine politische Gefangene in ein Gefängnis verlegt, dessen lebensbedrohliche Zustände bekannt sind;

sie hatte gegen die erschreckenden Zustände der Frauenabteilung des Evin-Gefängnisses protestiert.

Frau Hakimeh Shekari gehörte zu den Müttern des Laleh-Parks (den „Trauernden Müttern“), einer Gruppe iranischer Frauen, deren Lebensgefährten bzw. Kinder von Agenten des Regimes getötet worden waren; sie hatten im Teheraner Laleh-Park demonstriert und Rechenschaft für den Tod, die Verhaftung oder das Verschwinden ihrer Kinder gefordert.

Oftmals waren Trauernde Mütter im Laleh-Park von Sicherheitsagenten verhaftet worden. Sie wurden von der Polizei gejagt, auf Polizeifahrzeuge und ins Gefängnis gebracht.

Frau Shekari wurde zum ersten Mal  am 7. Dezember 2010 verhaftet, während sie an der Trauerfeier für einen regimekritischen Demonstranten teilnahm, der im Jahre 2009 getötet worden war. Sie wurde in die Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses gebracht und verbrachte dort zwei Monate, nachdem sie gegen Kaution freigelassen worden war. 

Am 11. April 2012 wurde sie von einem Revolutionsgericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt – wegen „Propaganda gegen das System“ und „Verstößen gegen die nationale Sicherheit“.

Das Qarchak-Gefängnis liegt am Rande Teherans; es gilt als Hölle auf Erden. Häftlinge haben erklärt, sie würden lieber hingerichtet werden als dort leben.