Sunday, December 4, 2022
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Iran: Gefangener in Rasht am Pranger durch die Straßen der Stadt getrieben

NWRI – Die staatlichen Sicherheitskräfte des iranischen Regimes (Polizei) haben einen Mann in der nordiranischen Stadt Rasht einen Tag nach seiner Verhaftung am Pranger durch die Stadt getrieben. (Foto: Archiv)

Der Mann, von dem nur die Initialen A.B. öffentlich wurden, war wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ angeklagt worden. 

Der Polizeipräsident der Stadt, Mehrdad Mehregan, erklärte, dass der Mann einen Tag zuvor verhaftet wurde und dass er nun am Sonntag aufgrund einer richterlichen Anweisung durch die Straßen der Stadt am Pranger geführt werden muß. 

Die Ausübung solcher degradierender Strafen ist im Iran kein Einzelfall. Die Polizei nutzt sie bei kleineren „Verbrechen“, um die Opfer zu demütigen und sie bei ihrer Nachbarschaft bloß zu stellen.

In der Regel tragen die Opfer noch einen Schriftzug um den Hals.

Im letzten April wurden bereits drei junge Männer in Frauenkleidung durch die Straßen der Stadt Mehran gezerrt, nachdem sie des Diebstahls und des Drogenhandels beschuldigt wurden.

Eine Gruppe von Frauen protestierte gegen die „unverhältnismäßige“ Entscheidung des Richters. Sie sagten, dass die Strafe auch eine Degradierung der Frauen, vor allem der kurdischen Frauen, ist, weil einer der Gefangenen der kurdischen Stadt gezwungen wurde, eine traditionelle kurdische Tracht für Frauen zu tragen.