Sunday, November 27, 2022
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Iran hindert geflüchtete Iraker an der Heimkehr

Dringender Aufruf an die UNO und die USA, die fortgesetzten Verbrechen des Iran im Irak zu stoppen

Das Folgende ist eine Presse-Erklärung von Struan Stevenson, dem Präsidenten der Europäisch Irakischen Freiheits-Assoziation (EIFA), abgegeben am 11. Mai 2017. Es geht um das Verbrechen des iranischen Regimes, das darin besteht, evakuierte Iraker daran zu hindern, in ihre Heimat zurückzukehren.

Der irakische Vizepräsident Dr. Ayad Allawi hat in der Provinz Babel im Südirak eine Pressekonferenz abgehalten, in der er beschrieb, wie mehr als 2 ½ Jahre nach der Befreiung der Stadt Jerf al-Sakar von Daesh (ISIS/ISIL) der Iran fortgesetzt die Bewohner daran hindert, in ihre eigenen Behausungen zurückzukehren. Allawi zitiert Befehlshaber von Hashad al-Shabi, einem Konglomerat irakisch schiitischer Milizen, die mit der Unterstützung vom Iran aufgestellt worden sind. Danach stehen diese unter der direkten Kontrolle des Iran und  es wird darauf hingewiesen, dass einer ihrer Befehlshaber sich sogar in den Iran begeben hat, um Gespräche über die irakischen Flüchtlinge zu führen (Al Dschasira TV, 3. Mai 2017).

Jerf al-Sakar liegt im Norden der Provinz Babel (südlich von Bagdad), wo die westlichen, zentralen und südlichen Provinzen des Irak aneinander grenzen. Die Stadt wird als strategischer Punkt angesehen und der Iran strebt danach, seine Kontrolle über die Region zu verstärken. Vor der Ankunft der iranischen Milizen konnte sich die Stadt mit ihren Außenbezirken einer Bevölkerungszahl von 120.000 Menschen rühmen. Nach ihrer Befreiung von Daesh im Oktober 2014 haben die schiitischen Milizen alle Einheimischen gezwungen, die Stadt zu verlassen. Die irakische Hisbollah, die jetzt die Stadt kontrolliert, hat die Menschen daran gehindert, in ihre Behausungen zurückzukehren.

Die schiitischen Milizen haben auch sunnitische Geiseln aus anderen irakischen Städten in Jerf al-Sakhar festgehalten, berichtete Dr. Ahmed al-Massari, der Chef der Koalition der irakischen Truppen, im irakischen Parlament. Er habe Premierminister Haider al-Abadi über die Sachlage informiert (Bisma Presse, 27. April 2017).
In der Internetseite al-Kalij Online vom 31. Mai 2016 war zu lesen: „Schiitische Milizen  haben zusammen mit Hashad al-Shabi die Stadt  Jerf al-Sakhar in ein Gefängnis für Hunderte von unschuldigen Bürger der Provinz al-Anbar und aus anderen Gebieten des Irak verwandelt. Etwa 15000 irakische Sunniten wurden in ihren Behausungen und Obstgärten von den Milizionären von Hashad al-Shabi eingesperrt; sie werden gefoltert und viele auch ermordet. Die Leichname wurden in verlassenen Häusern gefunden oder am Flussufer angeschwemmt“.

Der Reporter von al-Kalij Online hat einen Gefangenen interviewt, der von den Milizionären freigelassen wurde, nachdem seine Angehörigen ein Lösegeld von 50000 $ gezahlt hat. Die frühere Geisel gab an, dass Hunderte von Menschen in ihren Häusern in Jerf al-Sakhar oder in Tunneln unter der Erde gefangen gehalten werden. Wie er berichtet, werden sie von den Milizen gefoltert, oft bis zum Tod. Das geschieht unter der Aufsicht von Mullahs mit schwarzen Turbanen; bis heute wurden Hunderte von Gefangenen unter der Folter getötet, sagte er aus.
Die Appeasement Politik der Obama Administration gegenüber dem iranischen Regime hat ihnen erlaubt, sich gegenüber den Verbrechen blind zu stellen, die von den brutalen irakischen Milizen begangen werden, und hat für diese Milizen den Weg gebahnt, eine Kampagne des Genozids gegen die sunnitische Bevölkerung von al-Anbar, Falludschah, Salahadin und Mossul im Namen der Bekämpfung von Daesh durchzuführen. Die USA waren so sehr irregeleitet, diesen Truppen Unterstützung aus der Luft zu geben, was es ihnen ermöglicht hat, ihre Bemühungen zu verdoppeln mit der Unterstützung der irakischen Armee und der Regierung.

Jetzt haben Irans Mullahs in einer finalen Geste zur Abwehr des Westens diese Milizen zu der berüchtigten Hashad al-Shabi Bewegung zusammengefasst, um sie als offizielles Organ der irakischen Regierung aufzustellen. Das Ergebnis ist, dass Hashad al-Shabi offiziell von der irakischen Regierung finanziert wird und gleichzeitig pro-iranische Politik betreibt, bei der religiöser Krieg provoziert und die Sicherheit der Länder in der Region, einschließlich Jordanien, Saudi Arabien und Bahrain bedroht wird. Diese Gruppe sendet jetzt auch Milizionäre zur Unterstützung des blutrünstigen Regimes von Bashar al-Assad nach Syrien und ist beteiligt am Töten syrischer Zivilisten.

Die Verbrechen dieser Milizen, die immer wieder von internationalen Organisationen verurteilt werden, sind ganz einfach Nahrung für Daesh und andere terroristische und fundamentalistische Gruppen, die für sich in Anspruch nehmen, die einzigen zu sein, die imstande sind, die belagerten Sunniten zu schützen.
Am 1. April 2017 behauptete der befehlshabende Offizier von Hashad al-Shabi Abu Mahdi al-Mohandes in einem Interview mit dem iranischen staatlichen Sender Ofogh TV voller Stolz, dass er ein Soldat unter dem Kommando des Kommandeurs der Qods Armee im iranischen IRGC Kassem Soleimani sei und die Befehle des Obersten iranischen Führers Ali Khamenei ausführe.
Die Europäisch Irakische Freiheits-Assoziation (EIFA) verurteilt aufs Schärfste die Verbrechen der schiitischen Milizen, die mit dem iranischen IRGC in Verbindung stehen, gegen die Bevölkerung von Jerf al-Sakhar und in anderen Gebieten, die Opfer von Daesh waren. EIFA ruft UNO und USA auf, die irakische Regierung zu veranlassen, die Verbrechen von Hashad al-Shabi zu stoppen und diese wie auch andere irakische schiitische Milizen aufzulösen.
Struan Stevenson
Präsident  der Europäisch Irakischen Freiheits-Assoziation (EIFA)

Struan Stevenson war Mitglied des Europäischen Parlaments für Schottland (1999-2014), Präsident der Delegation des Parlaments für die Beziehungen zum Irak (2009-2014) und Vorsitzender der interfraktionellen Gruppe Freunde eines Freien Iran (2004-14). Er ist Dozent für die Politik im Nahen und Mittleren Osten und Präsident der Europäisch Irakischen Freiheits-Assoziation (EIFA).