Saturday, December 3, 2022
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IRAN: Immer mehr Proteste und Zusammenstöße in verschiedenen Stadtbezirken von Teheran

Montag, den 6. Juli 2015 um 23:53 Uhr

NWRI – Die Menschen im Stadtteil Ekbatan im Westen von Teheran haben eine Protestaktion begonnen gegen ein Zentrum des Ausspionierens und der Unterdrückung, das sich in dem Bezirk befindet und demagogisch als Haus des Koran firmiert.

 

Trotz wiederholter Proteste der Menschen aus dem Bezirk und entgegen dem Urteil des eigenen Verwaltungsgerichtshofes, das die Errichtung des Zentrums verboten hatte, wurde das Land zwischen den Wohnkomplexen vereinnahmt und das Spionagezentrum aufgebaut.

Der Bau dieses Spionagezentrums  wurde vom Bürgermeister des Distrikts 5 von Teheran, der wie die  Bürgermeister in anderen  Teheraner Bezirken Befehlshaber und Element unterdrückerischer Einheiten ist und mit dem Bürgermeister von ganz Teheran Brigadegeneral Mohammad Baqer Qalibaf in Verbindung steht.

Am Donnerstagabend, am 2. Juli, fingen Leute der Basidsch nach einer Ansammlung von Menschen vor diesem Gebäude damit an, diese zu beleidigen, zu schlagen und ihnen Verwundungen zuzufügen. Einer der Anwohner wurde wegen der Verletzungen in die Intensivstation des Krankenhauses gebracht.

Andere Vorfälle gab es am Sonntag, den 5. Juli, als mehrere Ladenbesitzer, die Elektrowaren im Einkaufszentrum Amjad in der Jombouri Straße verkaufen, mit Sicherheitskräften einen Zusammenstoß hatten, die diese Ladenbesitzer stören wollten unter dem Vorwand der Nichteinhaltung der Fastengebote. Die Sicherheitskräfte wollten alle Läden versiegeln, wurden aber gezwungen, den Ort zu verlassen, nachdem sie nur wenige Läden versiegelt hatten, obwohl sie aus Furcht vor dem Zorn der Ladeninhaber weitere Kräfte   angefordert hatten.

Jugendliche im Stadtteil Sadra im Olympischen Dorf am Ferdos Boulevard und an mehreren anderen Stellen haben Schilder und Plakate heruntergerissen, die von den Basidsch Leuten angebracht worden waren. In ihnen wurde dazu aufgefordert, freiwillig Satellitenschüsseln abzuliefern. Die Jugendlichen brachten ihren Unwillen gegen die Politik der Zensur und Beschränkung von seiten des Regimes zum Ausdruck. Die Basidsch sammelten die von den Menschen in diesen Gebieten abgerissenen Anschlagtafeln wieder ein.

Sekretariat des Nationalen Sicherheitsrats Iran 

6. Juli 2015