Saturday, December 3, 2022
StartNachrichtenWiderstandMaryam Rajavi: Das Regime im Iran ist die Quelle von Extremismus in...

Maryam Rajavi: Das Regime im Iran ist die Quelle von Extremismus in der Region

Montag, den 6. Juli 2015 um 21:59 Uhr

Quelle: Al Dschasira (ins Englische übersetzt von ncr-iran.org, von dort ins Deutsche), den 4. Juli 2015

Rajavi hielt bei einer Konferenz in Paris eine Ansprache

Die Führerin der iranischen Opposition Maryam Rajavi erklärte, dass Schiiten und Sunniten sich dem gleichen Feind gegenüber sehen und das ist das Regime des Velayat-e-faqih (der absoluten Herrschaft des Klerus) im Iran, das – so charakterisierte sie es – den  Extremismus und die Tyrannei und konfessionellen Konflikt in der Region zur Grundlage hat,

vor allem im Irak und in Syrien.

Rajavi legte bei dieser Konferenz unter dem Titel „Demokratischer und toleranter Islam gegen Fanatismus und Extremismus“, die in Paris abgehalten wurde, Wert darauf, dass der Islam konfessionellen Konflikt verwirft, auch den zwischen Schiiten und Sunniten. Die Entzweiung der beiden Gemeinschaften sei vom Velayat-e faqih aufgezwungen, damit es seine diktatorische Herrschaft fortsetzen könne.

Sie erläuterte, dass das Velayat-e faqih Regime und seine Milizen im Irak und in Syrien Verbrechen begeht unter dem Vorwand des Krieges zwischen Schiiten und Sunniten, obwohl diese Gemeinschaften von solchen Konflikten weit entfernt seien. 

Der Slogan „Die Straße nach Jerusalem verläuft über Bagdad“ sei vom Gründer der Islamischen Republik Khomeini benutzt worden, um den Konflikt anzuheizen.

Sie verwies darauf, dass Sunniten im Irak und in Syrien getötet worden seien und Menschen in verschiedenen Sektoren der Gesellschaft ausgelöscht wurden. Alles wie im Iran, wo jetzt die Schiiten Opfer dieses barbarischen Regimes seien.

Sie nannte auch die Schwierigkeiten, die die belagerten Mitglieder der iranischen Opposition in Camp Liberty (nahe dem Internationalen Flughafen in Bagdad) im Irak in den letzten 13 Jahren durchleben mussten.

Sie beschrieb die tragischen Umstände, in denen sie sich befinden und führte aus, dass das Regime in Teheran Agenten seines Ministeriums für Nachrichtendienste zum Tor des Lagers entsende, um die Menschen dort in vielfacher Form zu maßregeln und einzuschüchtern.

Sie mahnte, dass das iranische Volk solange, wie das korrupte Regime im Iran, wie sie es bezeichnete, seine Herrschaft fortsetze, keine Freiheit sehen werde. Dass das Regime so sehr hinter dem Besitz der Atombombe her sei, sei eine Gefahr für die ganze Welt. Aus dieser Situation komme man nur dadurch heraus, dass man das Regime aus der Region vertreibe und das Velayat-e faqih Kalifat im Iran stürze.

Die Konferenz wurde von religiösen Führern und politischen Figuren, Parlamentariern und Aktivisten und Aktivistinnen für Menschen- und Frauenrechte aus der ganzen muslimischen Welt besucht, ebenso von muslimischen Führern in Frankreich und Vertretern des Nationalen Widerstandsrats Iran.

Die Teilnehmer diskutierten über die Krise in der Region unter verschiedenen Aspekten, die Aussichten, sich dem Extremismus entgegenzustellen und die Rolle des iranischen Regimes in dieser Krise.

Sie führten aus, dass ein mögliches Atomabkommen zwischen dem Westen und dem Iran Rückwirkungen in der Region haben und zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen werde, die von Teheran ausgelöst würden.