Tuesday, December 6, 2022
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Iran: Inhaftierte Demonstranten werden brutal physisch und psychisch gefoltert

prisonNWRI – Nach glaubhaften Informationen aus den Gefängnissen des iranischen Regimes, wurden Personen, die während der landesweiten Aufstände verhaftet wurden, brutal gefoltert, in einigen Fällen führte sie zum Tod der Opfer. Die Körper derjenigen, die ihr Leben unter der Folter verloren hatten, wurden dann an Gerichtsmediziner übergeben. Augenzeugenberichte Freigelassener erzählen von Schlägen und Tritten gegenüber Gefangenen, meist davon an den Kopf, so wie sie die Verhaftungszentren betreten. Dort werden ihnen die Augen verbunden und dann werden sie gezwungen, durch die Räume zu gehen, an beiden Seiten stehen Agenten mit Knüppeln und schlagen sie brutal, während sie an ihnen vorbei kommen. Die Gefangenen werden während dieser chaotischen Szenerie überall geschlagen, dabei erleiden einige schwere Verletzungen wie Schädelbrüche, gebrochene Nasen, gebrochene Arme und Finger und haben Schwellungen im Gesicht.

Die Gefangenen werden in ihre Zellen gebracht, wo sie in großer Anzahl leben und wo sie in 4 Stunden Rhythmen schlafen. Um ihren Willen zu brechen und sie zu demütigen, dürfen sie in den Zellen keine Waschgelegenheiten benutzen, das Verlassen der Zellen ist die einzige Möglichkeit.

Nach einigen Berichten dauern die Verhöre stundenlang, manchmal sogar acht Stunden hintereinander an. Sie werden begleitet durch grausame physische und psychische Folter. Einige Inhaftierte kamen nach den Verhören nicht mehr zurück, was darauf schließen lässt, dass sie entweder starben oder den Folgen ihrer schweren Verletzungen erlagen.

Bei den Verhören werden die Gefangenen gezwungen, Geständnisse zu unterschreiben, in denen sie zugeben, Moscheen nieder gebrannt zu haben, paramilitärische Bassij getötet und Instruktionen aus dem Ausland erhalten zu haben, um an den Protesten teil zu nehmen und Vandalismus auszuüben.

Einige der Verhöre im berüchtigten Evin-Gefängnis wurden von Hassan Zare Dahnavi, Haydarifard, Hosseini, Rasekh und Moussavi durchgeführt. Sie bedrohten die Gefangenen, dass niemand je erfahren wird wo sie sind, wenn sie es ablehnen, einen Geständnisbrief zu unterschreiben. Man würde sie sonst später ermorden und sagen, sie seien bei den Straßenprotesten gestorben.

Berichten zufolge hat sich die Anzahl der Gefangenen im Evin-Gefängnis auf mehrere Tausend erhöht.
In Gefängnissen außerhalb von Teheran und in anderen Städten im Iran ist die Situation noch schlimmer, viele Leben von Gefangenen sind in ernsthafter Gefahr.