Saturday, December 3, 2022
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Iran: Kommandeure der Revolutionsgarden und Abgeordnete des Parlaments des Regimes sind gegen die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes

NCRI – Mohammad Reza Naghdi, General der Revolutionsgarden, hat sich gemeinsam mit einer Reihe von Abgeordneten des Parlaments des iranischen Regimes gegen das Gesetz geäußert, das den Beitritt zu der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes vorsieht; sie erklären, daß solch ein Beitritt zur Schließung der studentischen Bassij (einer paramilitärischen Miliz des Regimes) führen würde.

 

In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur „Basij News“ am 26. September sagte Naghdi von den Revolutionsgarden: „Dies – sc. der Beitritt – widerspricht dem islamischen Gesetz, demzufolge eine Person verpflichtet ist, nach Erreichen der Pubertät (d. h. im Iran für Mädchen nach Vollendung des 9., für Jungen nach Vollendung des 15. Lebensjahres) zu kämpfen; der Beitritt zu dieser Konvention würde die Muslime daran hindern, ihrer Verantwortung zu genügen.“

Naghdi erklärte, der Beitritt zu der Konvention über die Rechte des Kindes wäre „gänzlich irrational“; „es wird nicht dazu kommen“. Er fuhr fort: „Es ist in gar keinem Fall möglich, Millionen junger Leute, die bereit sind, für ihr Land zu kämpfen, und organisiert sind, zu bitten, ihre Gewehre wegzulegen, ihre Ausbildung aufzugeben und nur noch zu Hause zu sitzen. Das wäre ein Rückzug; doch unsere Bassij werden sich niemals zurückziehen.“

Der Kommandeur der Bassij-Miliz sagte ferner: „Wir sind nicht verpflichtet, dieser Konvention beizutreten. Es wäre gänzlich irrational; es gibt für uns keinen Grund, freiwillig etwas zu tun, wozu wir nicht verpflichtet sind.“

In einem Interview mit derselben Nachrichtenagentur bat Ali Fazli von den Revolutionsgarden, Stellvertreter von Naghdi in der Bassij-Miliz, das Parlament, die Vorlage zum Beitritt zu der Konvention über die Rechte des Kindes abzulehnen.

Er erklärte, der Beitritt zu der Konvention würde darauf hinauslaufen, daß „wir unsere Macht aufgäben und zu betteln anfingen.“ Er fuhr fort: „Wir hatten 36 000 jugendliche Märtyrer; es wurde ihnen erlaubt, an die Front zu gehen, als sie die Pubertät erreicht hatten.“

Um den Boden für weitere Kindestötungen zu bereiten, kündigten Abgeordnete des Regimes wie Akbar Torki, Javad Hossein Kia, Hossein Ali Haji Deligari sowie Delegierte von Faridan, der Stadt Songhor und der Stadt Shahin Shahr ihren Widerstand gegen die Vorlage an; sie sagten, ihre Annahme würde die Aktivität der Schüler-Bassij beschränken.

NCRI – Masoud Alzahid schrieb einen Artikel für „Al Arabiya“; darin beschreibt er, wie ein militärischer Themenpark im Iran Krieg und Gewalt vermarktet. Er wurde in Mashhad veröffnet; dort dürfen Kinder Waffen in die Hand nehmen. Er wird von den örtlichen Behörden „Park der revolutionären Kinder“ genannt.

Dort dürfen Kinder spielen, sie schössen auf Ziele, die Fahnen von dem Iran feindlichen Ländern tragen. Dazu gehören die Vereinigten Staaten und Israel.

Die in Farsi gehalten Website „Shahrvand-yar“ fragt: „Welche Zukunft erwarten Sie für diese achtjährigen Kinder, daß man ihnen in diesem Alter Waffen in die Hand gibt? Was, meinen Sie, ist der Zweck solchen Drills?“

Hamid Sadeqi, der Verwalter des Parks, sagte, man versuche die Kinder „spielerisch und auf Hobbies bezogen auf dem Gebiet des Krieges und der heiligen Verteidigung in geheimdienstlicher Gruppenarbeit auszubilden“. Der Park ist ähnlich gestaltet wie Militäranlagen des Iran, die während des irakisch-iranischen Krieges bestanden.

Alzahid weist darauf hin, daß die Kinder virtuell auf ihre „Feinde“ schießen können. Er fährt fort: „Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt; jede Gruppe hat einen militärischen Anführer; ihm müssen sie gehorchen. Er führt sie durch verschiedene Räume wie den ‚Revolutionsraum’ und den ‚Raum des irakisch-iranischen Krieges’. Im Spiel durchqueren sie ein virtuelles Minenfeld und durchbrechen Stacheldrähte (? – es muß wohl ‚wires’ heißen), um mit dem virtuellen Feind zusammenzustoßen.“

Während des iranisch-irakischen Krieges rekrutierte das iranische Regime tausende Kinder und schickte sie an die Fronten. Sie wurden von militärischer Propaganda ermuntert, sich freiwillig zu melden; viele wurden getötet oder gefangengenommen.

Teheran ist von internationalen Organisation beschuldigt worden, zum Einsatz in Syrien afghanische Kinder rekrutiert zu haben.

Alzahid unterstreicht: Im Jahre 2015 berichtete ein schwedischer Radiosender, Schweden und andere europäische Länder hätten afghanische Kinder aufgenommen, die, ihrer Eltern beraubt, Zuflucht suchten. Die meisten von diesen Kindern waren aus dem Iran gekommen; sie waren aus diesem Lande geflohen – in Angst, für den Einsatz in Syrien rekrutiert zu werden. Alzahid stellt fest, daß allein im Jahr 2015 11 000 afghanische Kinder aus dem Iran nach Schweden gekommen seien.