Friday, February 3, 2023
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Iran-Kurznachrichten – 14. Juni 2018

Nassrin Sotoudeh, Anwältin für Menschenrechte, wurde erneut verhaftet

Nassrin Sotoudeh, eine Anwältin für Menschenrechte, wurde erneut verhaftet. Frau Sotoudeh wurde am 13. Juni 2018 in ihrer Wohnung in Teheran verhaftet und zum Gericht des Staatsanwaltes von Evin gebracht. Es gibt keine Informationen darüber, warum Nassrin Sotoudeh verhaftet wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass Nassrin Sotoudeh, eine Anwältin und Juristin, die den Internationalen Preis für Menschenrechte erhalten hat, verhaftet wurde.

Kanadisches Unterhaus gegen Beziehungen mit dem Iran

Die Regierung von Premierminister Justin Trudeau überdenkt sein langjähriges Ziel zur Verbesserung der Beziehungen mit der Islamischen Republik Iran.

Am 12. Juni unterstützte die Regierung eine Bewegung im Parlament, die Ottawa auffordert, „sofort alle Verhandlungen und Diskussionen zu beenden“, welche den Aufbau von diplomatischen Beziehungen mit dem Iran betreffen.

Mazda und Hyundai ziehen sich aus dem iranischen Markt zurück

Eine Woche nach der Bekanntgabe des französischen Autoherstellers Peugeot-Citroen, sich aus dem iranischen Markt zurück zu ziehen, haben sich jetzt auch das japanische Unternehmen Mazda und das südkoreanische Unternehmen Hyundai entschlossen, ihre Verträge mit dem Iran zurück zu ziehen. Das sagte ein Parlamentarier der parlamentarischen Kommission für Industrie und Minen.

In einem Interview mit der Webseite des Regimeparlamentes sagte Valiyollah Maleki am 12. Juni:“ Mazda und Hyundai sehen ihre Interessen am US Markt höher als im iranischen Markt an und sie werden zum Wohle des Iran nicht auf ihre Profite verzichten.“

Fortsetzung der Straßenproteste der Arbeiter der Nationalen Stahlindustriegruppe

Am 16. Tag ihres Streiks trafen sich die Arbeiter der Nationalen Stahlindustriegruppe von Ahvaz – wie jeden Tag  – auch am 13. Juni vor dem Rathaus von Khuzestan und riefen Slogans, in denen sie die Erfüllung ihrer Forderungen und die Freilassung ihrer inhaftierten Kollegen forderten. 

Von den 60 Arbeitern der Nationalen Stahlindustriegruppe von Ahvaz, die am Kianpars Platz und vor dem Rathaus von Khuzestan in den letzten zwei Tagen verhaftet wurden, wurden acht Personen innerhalb einer Stunde nach ihrer Verhaftung wieder frei gelassen. Die anderen 52 Arbeiter kamen gestern abend in das Zentralgefängnis von Ahvaz (Sheyban)..

Landwirte von Semnan protestieren gegen Wassermangel

Am 13. Juni protestierten die Landwirte in Garmsar und Aradan gegen den Wassermangel, der durch den Nimrud Damm verursacht wurde. Dies sorgt für erhebliche Probleme in ihren Agrarbetrieben.

Die Landwirte von  Garmsar und Aradan trafen sich vor dem Rathaus in Garmsar (Provinz Semnan) und forderten, dass die Regierung ihnen den Wasserzugang für ihre Höfe sicher stellt.

Kurdische Frauen dürfen in der Öffentlichkeit keine traditionelle Kleidung tragen

Den kurdischen Frauen ist es untersagt worden, in der Öffentlichkeit traditionelle Kleidung zu tragen. Dies gab der Sicherheitsrat von Oshnavieh (Provinz West – Azerbaijan, Nordwestiran) vor einem traditionellen Fest in Kurdistan bekannt, welches als Kirschenfest bekannt ist.

Nach einem Treffen des Sicherheitsrates mit dem Geheimdienst und den Revolutionsgarden von Oshnavieh wurde eine Warnung heraus gegeben, dass kurdische Frauen zum Kirschenfest keine traditionelle Kleidung tragen dürfen.

Zwei Frauen bei Ausbildung zur Tätowiererin verhaftet

Zwei Frauen, die zu Tätowiererinnen ausgebildet wurden, wurden von der Öffentlichen Sicherheitspolizei in Khorasan verhaftet. Die Manager des Tattoo – Ladens in Mashhad (zweitgrößte Stadt im Iran) wurden durch eine Kontrolle der sozialen Medien ausfindig gemacht.