Saturday, November 26, 2022
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Iran-Kurznachrichten – 19. Juli 2018

Chef einer Europäische Investment Bank: Wir können nicht mehr im Iran investieren

BRÜSSEL – Der Chef einer europäischen Investmentbank sagte am Mittwoch, dass er zwar die Bemühungen Europas zur Aufrechterhaltung des Atomdeals von 2015 begrüßt, er aber auch befürchtet, dass Teheran seine Bank unterwandern könnte.

„Es gibt keine europäische Bank, die derzeit in der Lage ist, Geschäfte mit dem Iran zu tätigen“, sagte Werner Hoyer, der Präsident der EIB, einem Arm der EU für Langzeitinvestitionen ohne Gewinnabsicht, auf einer Pressekonferenz.

„Wir müssen einfach beachten, dass das gesamte Geschäftsmodell der Bank riskiert wird, wenn wir im Iran aktiv werden.“ (Reuters).

Japan stoppt Ölimporte aus dem Iran

TOKYO – Die japanischen Ölunternehmen bereiten sich darauf vor, den Import von Öl aus dem Iran komplett zu stoppen. Das schrieb am Donnerstag die führende Wirtschaftszeitung Nikkei.

Laut der Zeitung werden im Oktober alle Lieferungen aus dem Iran gestoppt werden. Die fehlenden Importe wird man sich dann aus Saudi – Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten beschaffen. JXTG Holdings und Idemitsu Kosan haben zudem von den USA eine Warnung erhalten, ihre Importe bis November komplett zu stoppen.

Europäische Investmentbank zweifelt Erfolgschancen der EU zum Erhalt des Atomdeal an

Die Europäische Investmentbank setzt seine globalen Operationen aufs Spiel, wenn sie im Iran investiert. Das sagte am Mittwoch der Präsident der Bank. Er zweifelte auch an, dass der EU Plan zum Erhalt des Atomdeals mit dem Iran nach dem Rückzug der USA erfolgreich sein wird.

EIB Präsident Werner Hoyer sagte, dass er zwar die Bemühungen der EU unterstütze, den Atomdeal von 2015 am Leben zu halten, aber dass der Iran auch ein Ort ist, „wo wir keine aktive Rolle spielen können.“

Iran baut neue Rotorfabrik für Zentrifugen

Der Iran begann mit dem Bau einer Fabrik, welche pro Tag Rotoren für rund 60 Zentrifugen herstellen kann. Das sagte am Mittwoch die Atomenergiebehörde des Iran. Damit geht die Konfrontation mit Washington über das Atomprogramm des Iran in die nächste Runde.

Die Ankündigung kam einen Monat nachdem der oberste Führer Ali Khamenei bekannt gab, dass er die Atomenergiebehörde angewiesen habe, die Anreicherung von Uran wieder aufzunehmen, falls die Weltmächte nach dem Rückzug der USA scheitern, die Pakt aufrecht zu erhalten.

Protest von Taxifahrern und blockierte Straßen im iranischen Kurdistan

Am 18. Juli 2018 trafen sich die Taxifahrer von Baneh vor dem Rathaus der Stadt und blockierten die Zufahrtswege, um gegen eine Strafe zu protestieren, die Taxifahrer zahlen müssen, wenn sie von der Verkehrsbehörde keine Zufahrtskarten erhalten haben.

Die Taxifahrer und die Bürger von Baneh haben große Probleme, weil es zu wenige Taxistationen gibt. Es gibt zudem zu wenige Busse und zu viele Verkehrstaus.

Proteste von Jugendlichen und Arbeitslosen

Am 17. Juli 2018 traf sich eine Gruppe von Jugendlichen und Arbeitslosen aus Hoveyzeh (Provinz Khuzestan) vor dem Gebäude des Gouverneurs, um gegen die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt zu protestieren. Vor allem junge Menschen leiden unter Arbeitslosigkeit. Dort wurde eine Aufführung über Saedi, einem Parlamentarier für Hoveyzeh und die Ebene Azadegan, gemacht und er wurde am Verlassen des Ortes gehindert.

Iranische Lehrer starten Kampagne gegen niedrige Löhne

In den letzten Tagen stiegen die Proteste iranischer Lehrer gegen zu niedrige Löhne. Das zeigen Berichte in sozialen Medien.

Eine Kampagne mit dem Namen „Sage Nein zu deiner Lohnabrechnung“ wurde von mehreren Lehreraktivisten gestartet, nachdem das Bildungsministerium bekannt gegeben hat, dass man im nächsten Schuljahr die Löhne  und Gehälter der Lehrer um 6-10 Prozent anheben will. Das berichtete die Webseite Khabar Online.