Wednesday, December 7, 2022
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Iran-Kurznachrichten – 31. Mai 2018

Neue US Sanktionen gegen das iranische Regime

Die Trump Administration hat neue finanzielle Sanktionen gegen eine politische Gruppe verabschiedet, die in Verbindung mit dem Obersten Führer des Regimes steht. Das Finanzministerium sagte, dass zudem weitere Personen und Unternehmen auf die Liste gesetzt wurden, die an Menschenrechtsverbrechen im Iran beteiligt waren.

„Der Iran exportiert nicht nur Terrorismus und Instabilität in alle Welt, sondern er verletzt auch die Rechte seines eigenen Volkes“, sagte Finanzminister Steven Mnuchin bei der Bekanntgabe der neuen Sanktionen.

Streik der Lastwagenfahrer weitet sich am 9. Tag des Protestes aus

30. Mai 2018 – Die Lastwagenfahrer im Iran setzten ihren Streik am 9. Tag in Folge fort. Fast 280 Städte in allen 31 Provinzen des Landes unterstützen mittlerweile die Bewegung. Die Lastwagenfahrer für Stahllieferungen in Hamedan gingen zusammen mit den Lieferanten für Baumaschinen in den Streik. Auch in Ahvaz, Mahshahr, Bukan und Isfahangab es Berichte von Aktivisten und streikenden Lastwagenfahrern.

Politische Gefangene unterstützen landesweiten Streik der Lastwagenfahrer

30. Mai 2018 – Eine Gruppe von politischen Gefangenen aus dem ganzen Land, die zur Zeit im Exil im Gefängnis von Ardabil (Nordwestiran) sitzen, hat einen Brief veröffentlicht, indem sie ihre Solidarität mit den Tausenden Lastwagenfahrern ausdrücken, die in über 270 Städten in allen 31 Provinzen streiken. „Die Lastwagenfahrer sind standhaft und streiken auch am 8. Tag in Folge… Wir, die politischen Gefangenen im Exil im Zentralgefängnis von Ardabil, unterstützen die Lastwagenfahrer in ihrem Streik gegen Ungerechtigkeit und Grausamkeit.“

Parlamentarier des iranischen Regimes geben hohe Armutsrate und Probleme mit der Lebensmittelversorgung zu

Zwei Mitglieder des sogenannten Parlamentes des iranischen Regimes haben kürzlich darauf hingewiesen, dass es in vier Provinzen des Landes Probleme mit der Lebensmittelversorgung gibt. 75 Prozent der Menschen in Sistan und Beluchistan (Südostiran) leben in Armut und auch dort gibt es Versorgungsprobleme mit Lebensmitteln. „Die Provinz Sistan und Beluchistan hat die schlechteste Entwicklung und Verteilung des Wohlstandes im Land. Hinzu kommen Probleme mit der Lebensmittelversorgung, weil dort seit 18 Jahre Dürre herrscht. Viele Bewohner der Region sind mittlerweile in angrenzte Städte wie Zabol, Zahedan und Chabahar gezogen“, sagte er.

500 Frauen wegen unbeabsichtigter Verbrechen in Haft

Rund 500 Frauen der insgesamt 6500 Frauen in den iranischen Gefängnissen sind wegen unbeabsichtigter Verbrechen im Gefängnis. Das nationale Diyeh Hauptquartier gab bekannt:“ Rund 500 Frauen haben unbeabsichtigte Verbrechen begangen. 70 Prozent von ihnen sind Hausfrauen mit Kindern. Die Zahlen steigen jedes Jahr. 2016 waren es 100 Fälle, 2017 waren es 500 Fälle.“