Wednesday, December 7, 2022
StartNachrichtenAtomprogrammIran lehnt Schweizer Atomkompromiss ab

Iran lehnt Schweizer Atomkompromiss ab

Teheran (AFP) – Der Iran lehnte am Dienstag einen von der Schweiz vorgeschlagenen Kompromiss für den Atomstreit zwischen Teheran und den Weltmächten ab.

Der Top Atomunterhändler Abdolreza Rahmani Fazli sagte, dass der so genannte "Schweizer Plan" vorsehe, dass der Iran seine Arbeit an den sensiblen Atomprojekten einstelle und die Weltmächte im Gegenzug die UN Sanktionen zurücknehmen.

"In der ersten Phase dieses Planes, sollten der Iran und die 5+1 Länder da stehen bleiben, wo sie sind", sagte der stellvertretende Sekretär des Höchsten Nationalen Sicherheitsrates Iran nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA.

"Wir glauben, dass ist eine Art von Aufschub, auf den wir bereits eine negative Antwort gegeben haben und die wir nicht akzeptieren werden", sagte Rahmani Fazli.

Die zweite Phase des Planes schlägt eine Periode von sechs Monaten für vertrauensbildende Maßnahmen vor, in der der Iran seine Urananreicherung einstelle und die Weltmächte versichern, dass sie keine neuen Sanktionen gegen Teheran verhängen, erklärte er.

Der Außenpolitische Chef der EU, Javier Solana plant in den nächsten Wochen neue Gespräche mit Ali Larijani, dem Chef für Nationale Sicherheit, um die UN Forderung nach Einfrieren der Teheraner Urananreicherung zu diskutieren.

Die Vereinigten Staaten unterstellen dem Iran, mit Hilfe seines Nuklearprogramms an der geheimen Entwicklung einer Atombombe zu arbeiten. Teheran dementiert diese Beschuldigung und besteht darauf, dass seine nuklearen Aktivitäten einem friedlichen Zweck dienen würden.

Die Anreicherung ist ungeheuer sensitiv, weil der Prozess dazu geeignet ist, das Herzstück einer Atombombe ebenso herzustellen wie Kernenergie.