Wednesday, November 30, 2022
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Iran: Mullah-Farce bei der Majilis Stichwahl von der Bevölkerung verworfen

NWRI – Die Farce der Mullahs bei der Stichwahl zum Majilis (Parlament) wurde gestern von den Menschen im Iran noch weit mehr ignoriert als die erste Runde, so Berichte von Quellen des Widerstandes von den Wahllokalen in Teheran und mehreren Städten und Ortschaften.

In vielen Wahllokalen in Teheran erschienen lediglich eine handvoll Menschen um zu wählen – so auch in denen in Aryashahr, Kashani, Boulevard, Nezam Mafi Moschee, Islamshahr, Azadi Straße im Hashemi Bezirk, Nabi Moschee im Narmak Bezirk, Saheb Zaman Moschee und Jame’e Moschee.

TV-Teams des staatlichen Netzwerks, die an manchen Wahllokalen seit den frühen Stunden gestern vor Ort waren, konnten wegen fehlender Wähler keine Berichte erstatten.

In der Azadi Straße wurden zusätzlich zu den Wahllokalen in Schulen und Moscheen Busse als mobile Wahllokale eingesetzt. Sechs bewaffnete Beamte bewachten jeden Bus, aber kaum ein Bürger näherte sich ihnen.

Ähnlich war die Situation in Isfahan, Gorgon, Sarab, Shabestar, Kamyaran, Zanjan, Rasht, Elam, Quechan, Asaloyeh, Hamedan, Ahwaz und Yazd.

Kandidaten der verschiedenen Fraktionen nutzten ähnliche Methoden wie bei der ersten Runde – Essen gratis, Telefonkarte oder andere Vergünstigungen – um Menschen in die Wahlkabinen zu locken.

Als der Oberste Führer des Regimes, Ali Khamenei, gestern seine Stimme im Wahllokal abgab, sagte er: ”Der gleiche Anreiz, Gefühl und Sinn für Verantwortung, der uns in der ersten Runde zu den Wahlkabinen brachte, tat dies auch diesmal für uns.” Seine Kommentare, die eine art Verzweiflung widerspiegelten, wurden live im staatlichen Fernsehen und Radio übertragen.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
26. April 2008