Thursday, December 1, 2022
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Iran: Mullahs locken Russland mit Bau von Atomreaktoren

Iran: Mullahs locken Russland mit Bau von AtomreaktorenIran will sein Potential an Atomreaktoren weiter ausbauen. Dabei winkt ein Milliardengeschäft, und davon soll nach dem Willen von Teheran vor allem Russland profitieren. Die USA forderten Moskau unterdessen auf, keinerlei Waffengeschäfte mehr mit Iran abzuschließen.
 
Das Ultimatum des UN-Sicherheitsrates im Atom-Streit mit dem Iran ist noch nicht verstrichen, da legt der Iran nach. Zwei weitere Atomreaktoren sollen gebaut werden. Russland hat gute Chancen, den Zuschlag für den Milliardenauftrag zu bekommen. «Unsere Zusammenarbeit, die guten Beziehungen zu Russland sowie die politische Unterstützung aus Russland werden natürlich bei der Ausschreibung berücksichtigt», sagte der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Ali-Asghar Soltanieh, am Freitag in Moskau. Der erste von Russland gebaute Reaktorblock in Buscher am Persischen Golf soll bei geschätzten Baukosten von 600 Millionen Euro im Jahr 2007 ans Netz gehen.

In einem Monat werde die iranische Atomenergiebehörde den Bau der beiden Atomreaktoren international ausschreiben. Neben Russland könnten sich auch andere Länder um die Projekte bewerben, betonte Soltanieh. Im internationalen Streit um das iranische Atomprogramm widersetzt sich Russland gemeinsam mit China im UN-Sicherheitsrat der Forderung der USA nach Sanktionen gegen Iran. Das Land steht unter Verdacht, sein Kernforschungsprogramm nicht ausschließlich für friedliche Zwecke voranzutreiben. Eine entsprechende Verzichtserklärung blieb Iran bislang schuldig.

Pressekonferenz zum Atom-Streit am Montag

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will am Montag die Entscheidung seines Landes zum Ende April auslaufenden Ultimatum des UN-Sicherheitsrates bekannt geben. Wie die iranische Agentur Fars am Samstag berichtete, wird Ahmadinedschad auf einer Pressekonferenz die Position seines Landes erläutern. Bisher hatte Teheran eine Ablehnung der UN-Forderungen signalisiert. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Iran aufgefordert, seine umstrittene Urananreicherung bis zum 28. April einzustellen.