Sunday, February 5, 2023
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Iran: Mullahs schicken weitere Familie vor die Tore von Ashraf

 Erklärung Nr. 3

Machenschaften des iranischen Regimes zur Ausweitung der Krise um Ashraf

NWRI – Im Zeitfenster des nationalen Aufstandes am 11. Februar gegen das Regime im Iran entledigt sich das Ministerium für Nachrichtendienste und Staatssicherheit (MOIS) einer neunköpfigen Familie, deren Angehörige im Camp Ashraf im Irak sind, indem sie sie in den Irak senden. Sie kommen aus der Provinz Westazerbaidschan und sind Bestandteil des Planes des Teheraner Regimes zur Verschärfung der Krise in Ashraf. Die Gruppe wurde vom irakischen Ausschuss zur Unterdrückung der Ashraf Bewohner nach Ashraf gebracht, erhielt aber keine Genehmigung, ihre Kinder und Angehörigen innerhalb des Camps zu besuchen.

Am Montag, dem 8. Februar war bereits eine andere fünfköpfige Familie zum Eingangstor des Camps in Ashraf gebracht worden, ohne dass sie Zugang zum Camp erhalten hätte.

Am Freitag dem 12. Februar brachte das irakische Militär für die Kameras der staatlichen iranischen Medien beide Familien zusammen vor das Haupttor von Ashraf. Die Familien wurden auf dem Gelände des irakischen Battalions vor dem Camp festgehalten. Das irakische Militär versuchte, die Situation so darzustellen, als ob es die PMOI sei, die ein Treffen zwischen ihren Mitgliedern und deren Familienangehörigen verhindere. Die Ashraf Bewohner appellierten wieder an das irakische Militär, die Tore aufzuschließen und ihren Familienangehörigen den Zugang zum Camp zu gewähren. Das wurde jedoch abgelehnt, indem an das Verbot für Besuche von Familienangehörigen innerhalb der Tore von Camp Ashraf erinnert wurde.

Die Ashraf-Bewohner – die Kinder und Angehörigen der Familien, die in den Irak gesendet wurden – erklärten in einem Schreiben an den Vertreter der UNAMI, dass ihre Verwandten zwischen 2003 und 2008 bei ihnen in Ashraf zu Besuch gewesen seien und dass sie einige Tage bei ihnen im Camp ohne jegliche Restriktionen verbracht hätten. Nun aber, seit die Kontrolle von Ashraf an die irakischen Truppen übergeben wurde,  würden Besuche von Familien in Ashraf und Treffen innerhalb der Tore des Camps verboten. Sie fügten hinzu, dass der für Ashraf zuständige irakische Ausschuss sie zwingen würde, ihre vom MOIS entsandten Familien vor laufender Fernsehkamera zu besuchen.

Dieser – wie sie es nennen – schmutzige Psychokrieg hält seit dem vergangenen Jahr an, ohne die Grundrechte der Bewohner auch nur im Geringsten zu berücksichtigen. Sie wiederholten, dass sie freiwillig wie andere Ashraf-Bewohner auch, sich dazu entschlossen haben, dem Geheimdienst der Mullahs nicht in die Hände zu spielen und auch nicht darauf vorbereitet sind, ihre Familienangehörigen vor den Toren von Ashraf zu treffen. Sie unterstrichen, dass es ihr Recht sei, sich mit ihren Familien zu treffen und gaben dem irakischen Ausschuss den Rat, ihre Rechte anzuerkennen und sich nicht in die unmenschlichen Intrigen des iranischen Regimes gegen sie und ihre Familien mit einbinden zu lassen. Das MOIS nutzt die familiären Gefühle der Ashraf Bewohner mithilfe des irakischen Ausschusses aus, um sie unter Druck zu setzen und sie psychologisch zu foltern. In der Zwischenzeit werden im Iran Schauprozesse gegen Familienangehörige von Ashraf-Bewohnern geführt, nur weil sie sie unterstützt haben. Diese Familienangehörigen werden als „Mohareb“ (Feind Gottes) angeklagt und zum Tod oder zu langen Gefängnisstrafen verurteilt.
Der iranische Widerstand betont erneut, dass die menschenunwürdige Blockade von Ashraf und seine Verwandlung in ein Häftlingslager einen eindeutige Verletzung internationalen Rechts und der Grundrechte der Menschen sei und appelliert an den Generalsekretär, den Hohen Kommissar der UN für Menschenrechte, den Sonderbevollmächtigten des Generalsekretärs im Irak, die UNAMI, alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, den US-Botschafter im Irak und den Kommandeur der amerikanischen Truppen im Irak, um dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die menschenunwürdige, kriminelle Blockade von Ashraf zu beenden und damit auch das Besuchsverbot für Familienangehörige, Reporter, Rechtsanwälte und internationale Delegation aufzuheben.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran
12. Februar 2010