Saturday, February 4, 2023
StartNachrichtenAtomprogrammIran: Kein Zeichen für einen Durchbruch bei den Atomgesprächen

Iran: Kein Zeichen für einen Durchbruch bei den Atomgesprächen

Agenturen –  Der nukleare Wachhund der UNO versuchte am Dienstag eine lange Zeit blockierte Untersuchung der atomaren Aktivitäten Teherans vorzunehmen, aber es war nicht sofort klar, ob ein Fortschritt gemacht worden ist.

 

Eine Sprecherin der Internationalen Agentur für Atomenergie versicherte, dass sich die beiden Seiten in Teheran getroffen hätten, aber sie meinte, die IAEA plane nicht, am Dienstag eine Erklärung über die Gespräche abzugeben, und ließ offen, dass dies möglicherweise später geschehen könne. 

Diplomatischen Quellen zufolge wurde erwartet, dass die in Wien ansässige UNO Agentur und der Iran über ein Ersuchen der IAEA um Auskunft über Zünder sprechen werden, die unter anderem einen atomaren Sprengkörper in Gang setzen könnten.

Dies könnte eine Gelegenheit geboten haben, um in einer Kernangelegenheit in einem vierteljährlichen Bericht der IAEA über das Nuklearprogramm des Iran weiterzukommen, die in dieser Woche fällig war und die bei der Zusammenkunft des Leitungsgremiums der UNO Agentur aus 35 Nationen debattiert werden wird.

Nach einem Kooperationsvertrag, über den im November zwischen den beiden Seiten eine Übereinkunft erzielt worden war und der Zeitabschnitte vorsieht,  sollte der Iran am 15. Mai sieben Schritte der Transparenz darstellen, der die internationalen Besorgnisse über sein Atomprogramm verringern könne, das nach Befürchtungen des Westens Teil eines militärischen Programms sein könnte.    

Über den am heikelsten davon – dass der Iran Auskunft gibt über die Entwicklung eines sogenannten Brückendrahtzünders für Sprengkörper – sagten Diplomaten, dass die UNO Agentur um weitere Klärungen von Teheran nachgesucht habe. 

Wie der Iran auf die Fragen der IAEA antwortet, wird als ein Lackmustest für seine Bereitschaft angesehen, sich an einer Untersuchung dessen zu beteiligen, was die UNO Agentur mögliche militärische Dimensionen des Atomprogramms des Landes nennt. 

Die Gespräche zwischen der IAEA und dem Iran sind getrennt von denen zwischen Teheran und den sechs Weltmächten – den Vereinigten Staaten, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, China und Russland – , die darauf zielen, bis Ende Juli ein breiteres Abkommen zu erreichen, um den jahrzehntealten Streit in der Atomfrage beizulegen.

Aber sie ergänzen sich auch, insofern sich beide auf Befürchtungen konzentrieren, dass der Iran verdeckt nach Mitteln und Expertise sucht, um Atomwaffen zu sammeln. Der Iran und die Mächte hielten in der vergangenen Woche eine neue Runde der Unterhandlungen ab, machten aber wenige Fortschritte.

Politiker der USA meinten, es sei sehr wichtig für den Iran, die Besorgnisse der IAEA zu zerstreuen, damit es zu einem erfolgreichen Abschluss der breiteren Diplomatie kommt. Da aber der Iran  alle Aspirationen nach einer Atombombe leugnet, ist es für Teheran schwierig, unerlaubte Aktivitäten in der Vergangenheit einzugestehen.

Außerdem müssen die beiden Seiten immer noch eine Übereinkunft darüber bekanntgeben, welche Sachverhalte in der nächsten Phase nach dem Abkommen des letzten Jahres anzugehen sind. Die IAEA möchte gerne ihre Untersuchungen über den Verdacht von Forschungen zu einer Atombombe im Iran beschleunigen.