Saturday, February 4, 2023
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Iran: Politischer Gefangener beginnt unbefristeten Hungerstreik

NWRI – Der politische Gefangene Khaled Hardani ist in den Hungerstreik getreten, um gegen den unmenschlichen Druck zu protestieren, dem er im Gefängnis ausgesetzt sei. Er schreibt in einem Brief: „In den letzten 17 Jahren bin ich ganz massiven Einschränkungen ausgesetzt. Man hat mich daran gehindert, Besuche zu bekommen und meine Angehörigen anzurufen. Sie haben ebenso verhindert, dass ich wegen Krankheit herauskam, und verboten, dass ich das Grab meiner Mutter besuchte und zur Hochzeit meiner Tochter gehen konnte. Der Druck und die massiven Beschränkungen sind nach wie vor da“.
Khaled Hardani fährt fort: „Ich bin als politischer Gefangener seit mehr als 5049 Tagen aller Rechte beraubt und bin zahlreichen unbarmherzigen und unmenschlichen Gängelungen von den Gefängnisbehörden begegnet.

Ab dem 12. Juni gehe ich in den Hungerstreik, um Besserungen zu erreichen. Ich fordere außerdem, dass der Rechtsfall überarbeitet wird in folgenden Punkten:
Zusammentreffen mit dem öffentlichen Ankläger in Teheran, um den Fall zu überdenken und das gesetzlich zustehende und legitime Recht zu erhalten, dass in dem Internierungszentrum angemessene Bedingungen herrschen und dass jeglicher inhumaner und unbarmherziger Druck aufhört.
Nach einer viel gelesenen Zeitung wurden Rasoul Hardani sowie Shahram und Farhang Poumansouri zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Jetzt stehen sie aber erneut unter dem Druck der Justiz und sollen weitere anderthalb Jahre verbüßen. Wir waren Zeuge von ihrer Inhaftierung und fordern deshalb eine umgehende Nachuntersuchung ihrer Fälle. Ich bin aller Rechte  in der Justiz beraubt, darunter Behandlung, Beurlaubung und ähnlichem, seit ich in Haft bin.
Es ist dies meine letzte Forderung an die Gefängnisverwaltung und die Justiz. Ich werde nicht weiter korrespondieren, bis die Ergebnisse die Rechtmäßigkeit und Glaubwürdigkeit bestätigen. Khaled Hardani am 12. Juni 2017“.