Wednesday, November 30, 2022
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Iran: Politischer Gefangener zählt in Brief aus dem Gefängnis Folter und Mißhandlungen auf

NWRI – Ein politischer Gefangener im Iran schrieb einen Brief aus dem Gefängnis und gab darin an, welche Versuche das Regime unternahm, um eine Anklage gegen ihn zu fabrizieren und dass er mehrfach gefoltert wurde. Das berichtet die Rahana Nachrichtenagentur.

Seyyed Sami Hosseini sitzt aktuell im Gefängnis von Orumijeh, im Nordwesten des Iran und ist zum Tode verurteilt.

In dem Brief stellt sich der politische Gefangene als „ Schweißer und Sohn eines Dorfbewohners“ vor.

„Ich wurde am 4. Juni 2008 verhaftet und dann in ein Büro des Geheimdienstes in Salmas gebracht, wo ich 6-7 Tage lang einige der schwersten Foltern ertragen mußte.“

Er ergänzte, dass die Regimebeamten eine Anklage gegen ihn und seinen Freund Jamaloddin ‎Mohammadi fabrizierten und dass die beiden durch „fiktive Zeugenaussagen des Geheimdienstbüros und des Gerichtes der islamischen Revolutionsgarden in Khoi belastet wurden, welche sie nie getroffen hatten“.

„Sie behaupteten, dass wir beide die Täter eines Bombenanschlages vom 19. Juli 2008 waren, doch wir waren bereits 44 Tage zuvor im Geheimdienstbüro in Orumijeh in Gewahrsam.“

„Dies zeigt, dass das Geheimdienstministerium in einer Situation war, wo sie einen Schuldigen suchen mußten“, heißt es in dem Brief.

In dem Brief sagte Herr Hosseini auch, dass er „das aktuell herrschende System im Iran“ aufzeigen will. Er ergänzt:“ Ich möchte, dass alle wissen, was wirklich in der iranischen Gesellschaft der Gegenwart und besonders in den Gefängnissen passiert. Machen sie sich klar, welchen Preis das iranische Volk für Druck und Unterdrückung zahlen muß.“

Hosseini rief alle internationalen Organisationen, den UN Generalsekretär, Human Rights Watch und das EU Gericht für Menschenrechte auf, seinen Fall zu untersuchen und die Verbrechen des Regimes zu verurteilen.