Sunday, November 27, 2022
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Iranische Goldverkäufe gehen in die dritte Streikwoche

NWRI – Ein Streik der Goldverkäufer im Iran hat sich auf das ganze Land ausgedehnt und ging am Mittwoch in die dritte Woche. Die Händler erklärten, dass sie den Streik nicht beenden werden, bis ihre Forderungen erfüllt sind.

Seit 14 Tagen sind die iranischen Goldhändler und Juweliere wegen der geplanten Steuererhöhungen des Regimes im Streik.

Das klerikale Regime hat bereits mehrere Versuche unternommen, die Streikenden zu bedrohen und einzuschüchtern. In einem Fall wurden Agenten zur Gewerkschaft der Goldverkäufer geschickt und die Mitglieder unter Druck gesetzt, den Streik für beendet zu erklären. In einem anderen Fall wurden rund um die Mauern des Teheraner Bazars Plakate angeklebt, die zu einer Öffnung der Geschäfte aufriefen.

Die Händler sagen, sie werden ihren Streik nicht beenden, bevor das Regime die geplante Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozent zurück nimmt.

Glaubhaften Berichten zu Folge blieb der große Bazar in Teheran Sabzah Meydan am Dienstag geschlossen und die Händler ließen sich nicht von den Einschüchterungen des Regimes beeinflussen.

Andere Bericht zeigen, dass der Goldbazar in Kermānschāh ebenfalls geschlossen wurde. Am Dienstag, gegen vier Uhr nachmittags (Ortszeit), griffen Agenten in Zivil die Goldhändler am großen Bazar an und wollten die Streikenden mit Gewalt zu einem Ende der Arbeitsniederlegung zwingen.

Die Berichte sagen auch, dass die Goldverkäufer Widerstand leisteten und das es zu Zusammenstößen mit den Regimeagenten kam. Mehrere junge Goldverkäufer sollen verhaftet worden sein.

Menschen, die vor Ort waren, halfen den Goldverkäufern in Kermānschāh gegen die Angriffe der Agenten in Zivil, daher mußten sie die Szenerie unter Schmährufen verlassen.