Sunday, November 27, 2022
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Iran schmuggelt nukleare Komponenten über Dubai

Iran using Dubai to smuggle nuclear components Sunday Telegraph – 6. Juni – Der Iran schmuggelt über den Hafen von Dubai am Golf hoch entwickelte elektronische Geräte und Computer für sein umstrittenes Urananreicherungsprogramm, für das die Vereinten Nationen Sanktionen vorgesehen haben.

Bei dem letzten Geschäft hat eine iranische Gesellschaft, die in Verbindung zum Atomprogramm des Regimes steht, Steuerungssysteme von einem der führenden Elektronik-Hersteller in Deutschland geordert.

Die Transaktion wurde mit einem prominenten Dubai Handelsunternehmen ausgehandelt, das dem Iran dann eine Reihe elektronischer Geräte für den Einsatz in seiner Urananreicherungsanlage in Natanz verkauft.

Details der Transaktion haben inmitten wachsender Besorgnis im Westen, dass Teheran hat seine selbst auferlegte Aussetzung der sein Atomwaffenprogramm beendet entstanden. Aus einer Einschätzung des US-Geheimdienstes gegen Ende 2007 geht hervor, dass der Iran seine Versuche, eine Atombombe zu bauen im Jahr 2003 ausgesetzt hat. Das würde die neuen Versuche erklären, verbotene Geräte über Dubai einzuschmuggeln. Jüngst erhielt The Sunday Telegraph exklusiv Einzelheiten über den Schmuggel von Geräten aus Deutschland in den Iran. Dazu zählten Computer, Steuersysteme, Kommunikationskarten und Kabel.

Die Geräte lieferte ein Zwischenhändler in Dubai ohne Kenntnis des deutschen Herstellers unter Zuhilfenahme eines gefälschten Endverbraucher-Zertifikats für Firmen in Asien, an den Iran, obwohl bekannt war, dass der Verkauf von Technik, die für das Atomprogramm Irans Verwendung finden könnte, mit Sanktionen des UN Sicherheitsrates belegt ist.

Die Geräte wurden an Kalaye Electric, eine iranische Firma geliefert, über die ebenfalls Sanktionen verhängt wurden, weil enge Verbindungen zum Atomprogramm Irans bestehen. Kalaye Electric ist für die Beschaffung und Entwicklung von Zentrifugen zuständig, die in Natanz zur Anreicherung von Uran benutzt werden.

Der Iran dementierte die Schmuggel-Vorwürfe und bestand darauf, dass sein Atomprogramm nur friedlichen Zwecken diene. Rasoul Moyahedian, sein Botschafter in London fügte hinzu, dass das Land nicht darauf angewiesen sei, technische Komponenten zu importieren oder zu schmuggeln.

Vertreter der USA und der UNO begannen letzten Montag zu ermitteln, wie der Iran Sicherheitsventile für Kerntechnik und andere verbotene Komponenten aus westlichen Firmen unter Bruch der UN-Beschlüsse erhalten konnte. Sie haben nun ihrer Untersuchungen bis nach Dubai ausgedehnt, das bereits von Washington massiv unter Druck gesetzt wird, um jeglichen Techniktransfer in den Iran zu unterbinden.

Im vergangenen Jahr stoppten die Behörden in Dubai den Verkauf von Siemens-Geräten aus Deutschland durch die Firma Scientechnic, die seitdem zugesagt hat, keinerlei Ausrüstung in den Iran zu liefern.

„Die Iraner organisieren immer noch den Schmuggel von anspruchsvoller Technik für sein Atomprogramm mit falschen Zertifikaten und skrupellosen Zwischenhändlern“, ließ eine höhere Stelle aus der UN verlauten, „Wir brauchen die Behörden in Dubai, um strikter den Transfer dieser Ausrüstung in den Iran zu verhindern.“

Diese Gerätschaften sind lebenswichtig für die Anreicherungsanlage in Natanz, in der es im vergangenen Jahr Schwierigkeiten mit den Zentrifugen für die Urananreicherung gab.
Die Behauptungen, dass der Iran weiter bemüht ist, verbotene Elektronik für sein Atomprogramm zu erhalten, stehen seit den Versuchen Teherans im Raum, eine neue Runde von UN Sanktionen zu vermeiden.

Iranische Vertreter haben der IAEA Details zu dem Vorschlag, angereichertes Uran in die Türkei auszulagern als Teil eines Handelsvertrages mit Brasilien, vorgelegt, um die internationale Krise wegen des iranischen Atomprogrammes beizulegen.

Im Rahmen dieses Vertragsvorschlages würde Teheran etwa die Hälfte seiner 2,5 t angereicherten Uraniums in die Türkei bringen. Als Gegenleistung dazu würde der Westen den Iran mit Brennstäben für seinen medizinischen Forschungsreaktor in Teheran versorgen.
Ursprünglich wollte der Iran seinen Uranvorrat im Rahmen einer Vereinbarung in Genf vergangenen Oktober als Teil einer vertrauensbildenden Maßnahme zur Abschwächung der Krise nach Russland liefern. Diese Vereinbarung wurde aber vom iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad abgeblockt. Jetzt unterbreitet Teheran den Vorschlag, eine kleinere Menge seines angereicherten Materials in die Türkei zu senden, die nur begrenzte Verfahrensmöglichkeiten hat.
Westliche Vertreter glauben, dass der Iran dieses Angebot nur in einem letzten verzweifelten Versuch unterbreitet hat, um eine neue Sanktionsrunde der UN zu vermeiden, nachdem US-Präsident Barack Obama die Zustimmung von China und Russland für einen neuen Beschluss des Sicherheitsrates absicherte.

Außerdem gibt es wachsende Sorge bei westlichen Atomgegnern, das der Iran sein Atomwaffenprogramm wieder aufgenommen haben könnte, das 2003 nach der von den US geführten Invasion im benachbarten Irak eingestellt worden war.

Nach umfangreichen Ermittlungen für den Bericht der UN Atominspektoren im Auftrag der IAEA über den Iran, sind westliche Vertreter überzeugt, dass der Iran die Arbeit zum Bau einer Atombombe im Verborgenen wieder aufgenommen habe,
„Wenn Du Dir die Erklärungen Irans über sein Atomprogramm anschaust, ist die einzige logische Schlussfolgerung daraus, dass der Iran nur ein Ziel hat, und zwar den Bau von Atomwaffen“, sagte ein höherer westlicher Atomgegner.
Von Con Coughlin
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