Monday, December 5, 2022
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Iran: Staatliche Sicherheitskräfte (SSF) griefen Landwirte aus Isfahan brutal an und setzten ihre Zelte in Brand


Iran Proteste – Landwirte in Isfahan – Nr. 7

In den frühen Morgenstunden des 25. November 2021 griffen unterdrückende SSF und Spezialeinheiten der IRGC (Revolutionsgarden) Landwirte aus Isfahan an, die sich an einem Sitzstreik im Zayandeh Rud Flussbett beteiligt hatten. Bei dem Angriff wurden Fahrzeuge und Motorräder sowie Tränengas eingesetzt und die Zelte der Landwirte in Brand gesetzt. Die Landwirte warfen Steine auf die unterdrückenden Einheiten und wehrten sich gegen den Überfall.
Nach dem Angriff wurden unterdrückende Kräfte, vor allem Agenten in Zivil, im Flussbett des Zayandeh Rud stationiert, damit die Landwirte nicht mehr zu dem Gebiet zurück kehren konnten. Die Anzeichen des Verbrechens wurden mit Geräten der Gemeindeverwaltung entfernt und die in Brand gesetzten Zelte beseitigt.
Eine Nacht vor dem Angriff auf die Landwirte und der Zerstörung ihrer Zelte und Banner durch Agenten in Zivil, hatte das klerikale Regime bereits mit Gewalt versucht, den Ort zu räumen und den Sitzstreik aufzulösen. Nachdem es dabei scheiterte, griffen unterdrückende SSF und Spezialeinheiten der IRGC die Landwirte an diesem Morgen direkt an. Aus Angst vor weiteren Volksprotesten wurde der Angriff als „Einsatz gegen Diebe und Profiteure“ bezeichnet, welche das Abkommen zwischen den Landwirten und dem Regime untergraben wollen.
Landwirte und Bürger aus Isfahan gaben bekannt, dass das Wasserproblem weiterhin nicht gelöst ist. Am 26. November wird daher ein weiterer Protest stattfinden, bei dem die Wasserrechte eingefordert werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
25. November 2021