Wednesday, November 30, 2022
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Iran: Widerliche inszenierte Show in Teherans berüchtigtem Evin Gefängnis

Iran: Widerliche inszenierte Show in Teherans berüchtigtem Evin GefängnisNWRI – Gestern führten das unmenschliche Mullah-Regime in einer widerlichen, inszenierten Show einigen Reportern aus dem Aus- und Inland das Evin Gefängnis in Teheran vor. Die Show hatte Ähnlichkeiten mit ähnlichen Vorführungen von Evins Handlanger, Asadollah Lajevardi, bei den Massenhinrichtungen in den 80er Jahren.

Mit der Vorstellung sollte die internationale Aufmerksamkeit von der zunehmenden Zahl von Hinrichtungen und den furchtbaren Bedingungen in Irans Gefängnissen, insbesondere nach der Ermordung von Hojjat Zamani, einem Mitglied der iranischen Volksmojahedin, im Februar abgelenkt werden.

In ihren Berichten beschrieben die ausländischen Journalisten den organisierten Besuch als gestellt und wiederholten, dass ihnen das Gefängnis offiziell keinen Besuch im Männertrakt gestattete. In dem Frauentrakt befanden sich keine politischen Häftlinge. Die Frauen durften keine Privatgespräche mit den Reportern führen.

Das Regime hatte diese lächerliche Show organisiert, weil in einem Bericht im Juli vergangenen Jahres über 19 Gefängnisse und Haftanstalten in Teheran, der frühere Provinzchef der Justiz, Abbas Alizadeh zugestanden hatte, dass Langzeithaft ohne Verurteilung, massenhafte Folter und Vergewaltigung und Entführung von Frauen um sich griffen und bei der Justiz Chaos herrsche. Der Bericht hebt das Schlagen und Foltern von Gefangenen hervor, um von ihnen Informationen zu erpressen. Es wurde hinzugefügt, dass die Gefangenen mit verbundenen Augen verhört wurden. In einigen Fällen wurden Frauen und Mädchen von den Gefängniswärtern vergewaltigt. Er gab zu, dass die Gefangenen in einigen dieser Haftanstalten für mehrere Monate in einem Raum von weniger als einem Quadratmeter eingesperrt wurden.

In den letzten 27 Jahren öffnete die herrschende klerikale Diktatur niemals ihre Gefängnistore für internationale Untersuchungskommissionen. Im Evin Gefängnis waren Tausende politische Gefangene untergebracht, die gefoltert und später exekutiert wurden. Allein 30.000 politische Gefangene, die 1988 massakriert wurden, waren hier eingesperrt. Die Kanadisch-iranische Photojournalistin, Zahra Kazemi, wurde im Evin Gefängnis gefoltert, vergewaltigt und hingerichtet.

Mohammad Mohaddessin, Vorsitzender des Komitees für Ausländische Angelegenheiten im Nationalen Widerstandsrat Iran, sagte dazu: „Wenn die Mullahs zu ihrem Wort stehen würden, hätten sie einer unabhängigen internationalen Delegation mit Berichterstattern der Vereinten Nationen, Menschenrechtlern, Vertretern des Internationalen Roten Kreuzes und Vertretern des iranischen Widerstandes Zugang zum Evin Gefängnis und anderen Gefängnissen ermöglicht. Das hat der iranische Widerstand immer wieder gefordert.“

Er drängte die bevorstehende Sitzung des Menschenrechtsrates, die religiösen Faschisten zur Akzeptanz einer internationalen Untersuchungskommission zu zwingen, und fügte hinzu: "Dieses Regime soll eine komplette Liste aller Hinrichtungen, Geheimgefängnisse und Massengräber der 1988 Ermordeten offen legen und diejenigen bloßstellen, die an den brutalen und tyrannischen Hinrichtungen beteiligt waren."

"Die Gräueltaten des klerikalen Regimes – dazu zählen 120.000 Hinrichtungen aus politischen Gründen und die Ermordung Unschuldiger im Iran und im Ausland – sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit, für die die Führer des Regimes vor einem Internationalen Tribunal zur Verantwortung gezogen werden müssen“, unterstrich der Vorsitzende des Komitees für Ausländische Angelegenheiten des NWRI.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Irans
14. Juni 2006