Saturday, December 3, 2022
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iranische Regime erlässt Haftbefehle gegen 50 Arbeiter der Nationalen Industriegruppe

NWRI – Nach dem Streik und einer Protestversammlung mit Hunderten von Arbeitern der Nationalen Iranischen Gruppe der Stahlindustrie in der südwestlich gelegenen Stadt Ahvaz hat das iranische Regime, wie gemeldet wird, Haftbefehle gegen 50 Beschäftigte des Industriekomplexes erlassen und ihnen gedroht, „ihre Verträge würden gelöst“.

Laut der Freien Gewerkschaft Iranischer Arbeiter gingen nach der Verweigerung des Zutritts für mehrere Arbeiter zum Gebäude des Komplexes der  Nationalen Iranischen Gruppe der Stahlindustrie Hunderte ihrer Kollegen in den Streik und versammelten sich am Samstag, dem 14. April vor dem Gebäude.

Die Arbeiter forderten die Aufhebung des Verbots des Zutritts in den Komplex gegen ihre Kollegen und die Erlaubnis, das Gebäude und das Betriebsgelände zu betreten.

Die Freie Gewerkschaft teilte mit, dass der Chef der Sicherheitsabteilung bekannt gegeben habe, dass gegen 50 Arbeiter ein Haftbefehl ergangen sei und dass Polizei und Sicherheitskräfte sie nach und nach verhaften werden.

Das Büro für Öffentlichkeitsarbeit des Industriekomplexes erläuterte seinerseits in einer Erklärung, dass man mit den Protestierenden nach den geltenden Gesetzen verfahren werde und dass ihre Arbeitsverträge aufgelöst würden.

Zurzeit ist nur der Sektor für Rohrleitungen in dem Komplex aktiv mit 400 Arbeitern und der Rest der Sektoren ist wegen des Mangels an Rohmaterial nicht aktiv.

Laut einer Entscheidung des CEO und des Vorstandes „werden Leute, die die Produktion und das Verladen von Produkten blockieren und die  ihre Zeit verschwenden, blockiert, ihre Verträge werden annulliert und sie werden nach den Regeln behandelt“.

Nach dieser Anordnung „wird jede Art von gesetzwidriger Versammlung als Verbrechen betrachtet und die Täter würden zusätzlich zur Auflösung ihrer Verträge den Behörden der Justiz vorgeführt“.

Farhad Afsharinia, der Chef des Justiz des Regimes in Chusistan, bezeichnete die Versammlung der Arbeiter am 4. März als „ungesetzlich“ und drohte: „Unsere Geduld ist begrenzt und wenn ihre Versammlungen weitergehen, werden wir uns auch mit anderen Personen befassen“.

 Die Arbeiter in dem Komplex haben auf diese Drohungen mit Warnungen reagiert und geäußert, dass eine neue Runde von Protesten und die Streiks fortgesetzt würden, solange ihre ausgeschlossenen Kollegen nicht zur ihrer Arbeit zurückkehren dürften.

Viertausend Arbeiter in der Nationalen Iranischen Gruppe der Stahlindustrie  konnten in den letzen Wochen des abgelaufenen Jahres ihre nicht ausgezahlten Löhne für zwei Monate bekommen im Anschluss an ihre Streiks, ihren Demonstrationen und Versammlungen vor dem Gouverneursgebäude von Chusistan. Ein Teil ihrer Ansprüche wurden jedoch noch nicht ausgezahlt.

In den letzten Jahren wurde die Nichtauszahlung der Löhne zu einem der größten Probleme für die Arbeiter und das hat zu Protesten der Industriearbeiter in verschiedenen Teilen des Landes geführt.

Außerdem wurden in den letzten Jahren in verschiedenen Teilen des Iran mehrere Arbeiter und Arbeiteraktivisten verhaftet und ihnen wurde Gefährdung der Sicherheit vorgeworfen.