Monday, November 28, 2022
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Iranischer Justizchef will Todesstrafen hinter geschlossenen Türen vollstrecken lassen

Das Oberhaupt der Justiz der Mullahs ordnete unter den Zwängen des instabilen Zustandes der Gesellschaft an, dass die Todesstrafe nur noch hinter geschlossenen Türen vollstreckt werde.

Aus dem gesamten Land wurden politische Gefangene nach Teheran in das Gohardasht und das Evin Gefängnis verlegt. Fünf Gefangene wurden bereits im Evin Gefängnis gehängt. 22 weitere erwartet ebenfalls der Galgen.

NWRI – Das Oberhaupt der Mullahjustiz, Mahmoud Hashemi Schahroudi, ordnete unter den Zwängen der instabilen Lage der Gesellschaft und vor allem bei der Jugend an, dass Todesstrafen künftig hinter verschlossenen Türen zu vollstrecken seien. Das ist eine neue Taktik des iranischen Regimes, nun fernab der Öffentlichkeit auch andere abscheuliche Verbrechen wie die Amputation von Gliedmaßen und das Augenausstechen zu begehen.

Zeitgleich dazu wurden am Mittwoch, dem 30. Januar, im berüchtigten Evin Gefängnis in Teheran fünf Gefangene gehängt. 22 Gefangene wurden vom Ghoradasht ins Evin Gefängnis verlegt, um die Hinrichtung zu vollstrecken.

Zusätzlich wurde am 30. Januar im staatlichen Fernsehen shahroudi zititert: "Öffentliche Hinrichtungen sind nur mit dem Einverständnis des Justizchefs und auf der Grundlage sozialer Erfordernisse möglich. Die Todesstrafe … sollte nicht auf eine Art ausgeführt oder veröffentlicht werden, die psychologisch Druck auf die Gesellschaft, vor allem die Jugend ausübt." Vom staatlichen Fernsehen wurde hinzugefügt: "Die Todesstrafe sollte hinter verschlossenen Türen vollstreckt werden. Und die Bevölkerung sollte auch keine Übertragungen im Fernsehen oder Fotos von den Hinrichtungen sehen."

Die herrschenden Kleriker fürchten eine Zunahme der Volksaufstände und Proteste so wie das Schüren von Hass durch die grausamen Folterszenen unter dem iranischen Volk und haben deshalb taktisch einen Wendekreis vollzogen, in dem sie ihre Verbrechen nun hinter geschlossenen Türen begehen.

Der Iranische Widerstand appelliert an den UN Generalsekretär, die Hohe UN Kommissarin für Menschenrechte und alle internationalen Menschen- und Kinderrechtsorganisationen, zu verurteilen, dass das iranische Regime Menschen, vor allem Minderjährige, hinrichten lässt. Der Widerstand forderte die Übergabe des Dossiers des iranischen Regimes über seine Menschenrechtsverletzungen und seine staatlichen Förderung von Terrorismus an den UN Sicherheitsrat. Der Widerstand fordert ebenfalls dringende Maßnahmen zum Stopp von Hinrichtungen und anderen grausamen und entwürdigenden Hinrichtungen im Iran.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
31. Januar 2008