Saturday, November 26, 2022
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Iranisches Regime ließ in den letzten 10 Tagen mindestens 55 Gefangene hängen – 20 von ihnen waren politische Gefangene

NWRI – Die nächsten Hinrichtungswellen rollen durch den Iran und keine Region wird von den mörderischen Herrschern und ihrer Brutalität und Unterdrückung verschont. Allein in den letzten 10 Tagen wurde über folgende Hinrichtungen berichtet:

 

Am 26. Oktober wurden 16 Beluchen in Zahedan hingerichtet. Am selben Tag wurde ein weiterer politischer Gefangener im Gefängnis von Hamedan hingerichtet. Ein weiterer politischer Gefangener, ebenfalls ein Beluche, wurde am folgenden Tag im Barsiloun Gefängnis in Khorram-abad hingerichtet.

Am 26. Oktober wurden zudem zwei kurdische politische Gefangene in Urumiah und Salmas hingerichtet. 

In Saddeq wurde am 4. November ein kurdischer politischer Gefangener hingerichtet.

Sechs weitere Gefangene wurden ebenfalls am 4. November in den Gefängnissen von Kerman und Bam hingerichtet.

In Rasht wurden zwischen dem 1. und 2. November drei Gefangene gehängt. 

In der Provinz von Kermanschah wurden zwischen dem 31.Oktober und dem 3. November im Dizelabad Gefängnis drei Gefangene hingerichtet. Staatsanwälte des Regimes in Kermanschah berichteten zudem von der Hinrichtung von fünf weiteren Gefangenen in dem selben Gefängnis, gaben aber die Zeitpunkte der Hinrichtungen nicht bekannt. 

In Urumiah wurden am 30. Oktober 11 Gefangene hingerichtet, unter ihnen waren zwei Frauen. Eine weitere Frau wurde am 26. Oktober gehängt.

Am 30. Oktober wurden im Gohardasht Gefängnis ein Mann und eine Frau mit dem Namen Mitra Shahnavazi gehängt. Sie war zu dem Zeitpunkt ihrer Hinrichtung schwer erkrankt.

In Schiraz wurden am 30. Oktober drei Gefangene gehängt. Am selben Tag wurde ein weiterer Gefangener im Karun Gefängnis in Ahvaz hingerichtet. 

Damit starben alleine in den letzten Tagen 55 Menschen, von denen 20 offiziell als politische Gefangene galten. Hinzu kommt, dass zahlreiche politische Gefangene mit Anklagen gehängt werden, die als normale Verbrechen ausgelegt werden, wie zum Beispiel Drogenhandel. 

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, beschrieb die Folterungen, die Unterdrückung und die Hinrichtungen im Iran als zentralen Faktor aller Gruppierungen und Banden im Regime. Sie sind notwendig, um das Regime am Leben zu halten. Sie sagte:“ Die Propaganda über eine sogenannte ausgeglichene und moderate Politik der neuen Herrscher im Iran hat keinerlei anderes Ziel, als die Weltgemeinschaft zu täuschen und Ausreden für fragwürdige Abkommen und Beschwichtigung des mittelalterlichen Regimes zu finden.“

Sie rief die internationale Gemeinschaft auf, die systematischen Menschenrechtsverletzungen im Iran scharf zu verurteilen, vor allem bezüglich der willkürlichen Hinrichtungen und der Massenhinrichtungen. Sie sagte:“ Stille und Inaktivität gegenüber dem Regime hilft ihm dabei, seine Verbrechen weiter zu führen und auszubauen. Der einzige Weg im Umgang mit den Verbrechen des Regimes ist eine Diskussion vor dem UN Sicherheitsrat und eine Anklage der Anführer des iranischen Regimes vor internationalen Gerichtshöfen wegen ihrer Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

5. November 2013