Sunday, December 4, 2022
StartNachrichtenIranisches Waffenembargo: Staatliche Medien lehnen Rouhani’s Siegesbekundungen ab

Iranisches Waffenembargo: Staatliche Medien lehnen Rouhani’s Siegesbekundungen ab


Am 18. Oktober gab Teheran bekannt, dass das Waffenembargo der Vereinten Nationen offiziell beendet ist. Obwohl diese Nachricht fernab der Realität ist, reagierten die staatlichen Medien und lehnten die Siegesbehauptungen der Mullahs ab.

Die USA haben kürzlich den UN Snapback Mechanismus aktiviert, so wie es im Atomdeal vorgesehen ist, den auch das iranische Regime zusammen mit den Weltmächten unterschrieben hat und wo es auch um andere destruktive Aktivitäten des Regimes geht. Die USA haben eine neue Runde der Sanktionen gegen das Regime verhängt, dazu gehören 18 iranische Banken, welche Waffenhandel für Teheran fast unmöglich machen.

Das iranische Volk hingegen kämpft mit Armut, Inflation und der Covid – 19 Krise und für sie ist der Verkauf oder Kauf von Waffen unwichtig. Für das iranische Volk und die anderen Völker im Mittleren Osten ist jede Kugel und jeder Dollar, der diesem Regime gegeben wird, gleichbedeutend mit Tod und Zerstörung.

In dieser Hinsicht schrieb am Dienstag die staatliche Webseite Tejarat News:“ Das Ende dieser Sanktionen wird keine signifikante Auswirkung auf die iranische Wirtschaft und die Börse haben. Wir (das Regime) haben keinen ständigen Zufluß von ausländischer Währung, die für Waffenkäufe benötigt wird und der Kauf von Waffen ist weit teuer, als der Verkauf von ihnen.


Despite apparent defeat, why Rouhani bogusly claims victory?
Warum redet Rouhani trotz der offensichtlichen Niederlage von Sieg?
Da das Waffenembargo die Möglichkeiten des Regimes beschränkte, seine kriegerische Politik fortzusetzen, ist es nun in der Lage, wieder mehr Chaos zu verursachen. Daher spricht der Präsident der Mullahs, Hassan Rouhani, von einem Sieg.
Die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat lehnte am Dienstag in einem Artikel die Behauptungen von Rouhani ab und schrieb:“ Hat der Präsidenten dem Volk keine besseren Nachrichten mitzuteilen?“

Die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat

„Nach einer Woche der Reden von einer großen Überraschung hat Rouhani nun sein Versprechen erfüllt. Das Volk steht unter dem Druck hoher Preise und es gibt einen Mangel an essentiellen Gütern, vor allem Medizin. Daher erhoffte es, dass die Überraschung von Rouhani einen besseren Wechselkurs verkündet oder dass wichtige Basisgüter oder Medikamente in das Land importiert werden, dass es ein Absinken der Lebensmittelpreise oder eine größere Erleichterung bei den Öl- und Bankensanktionen gibt oder dass wenigstens unsere Banken wieder ihre Beziehungen zum globalen Bankensystem verbessern können.“, heißt es in dem Artikel.

„Statt dessen ist eine Woche vergangen, ohne das irgend etwas in Richtung Behebung der wirtschaftlichen Misere und der Nöte des Volkes getan wurde und nun kommt heute also die Erklärung, dass das Waffenembargo beendet wurde. Nun kann der Iran also wieder Waffen an jeden Staat verkaufen oder von diesem kaufen.“, heißt es weiter.

„Herr Präsident, ihre gute Nachricht schüttet nur kaltes Wasser auf das Haupt der 80 Millionen Iraner. Sie sind wegen der hohen Preise, der Armut, der Arbeitslosigkeit, dem Coronavirus, der galoppierenden Inflation und allen anderen Arten von Stress und Enttäuschungen frustriert.“, schreibt Jahan-e Sanat in Bezug auf die Reaktion des Volkes auf Rouhanis Behauptungen.

In einem anderen Teil des Artikels bezieht sich Jahan-e Sanat auf die Unterschiede zwischen den Lebensbedingungen gewöhnlicher Iraner und der Vertreter des Regimes und warnt das Regime vor möglichen Konsequenzen.

„Einer kleinen Gruppe von Vertretern, die frei von Problemen wie steigende Wechselkurse oder hohe Preise sind, steht eine Mehrheit von Arbeitern, Angestellten und Rentnern gegenüber, welche mit niedrigen Löhnen und Renten in Rial (iranische Währung) auskommen müssen. Diese Menschen sind nicht mehr in der Lage, ihre Ausgaben zu bezahlen, welche in Dollar abgerechnet werden.“ Der Artikel führt fort:“ Und die Regierung tut dagegen nichts anderes, als all diese Probleme den US Sanktionen zuzuschieben.“
„Zu dieser riesigen Gruppe von Menschen, die unter den massiven Problemen zusammen bricht, dürften noch sechs, sieben oder gar acht Millionen arbeitslose Menschen hinzu kommen und diese Zahl steigt wegen dem Coronavirus täglich weiter. Sie bekommen keinerlei Unterstützung der Regierung“, heißt es im Artikel weiter.

Der Artikel schließt mit folgenden Worten:“ Wenn die Mehrheit des Volkes sich darüber Sorgen macht, wie es den nächsten Tag überlebt, wie soll es dann in dem Ende des Waffenembargos noch eine gute Nachricht finden?“