Saturday, January 28, 2023
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Irans Ex-Außenminister bestätigt, dass es eine Diplomatie des Terrors des Regimes gibt

Von links: Hossein Amir-Abdollahian, derzeitiger Außenminister des iranischen Regimes, Ali Akbar Salehi, früherer Außenminister und Chef der Atomenergie Organisation und Ghasem Soleimani
Ali Akbar Salehi, früherer Außenminister und Chef der Atomenergie Organisation, hat bestätigt, dass Teherans Terrorismus und Diplomatie Hand in Hand gehen und dass alle Instanzen und Ministerien der Politik dem Export von Terrorismus zuarbeiten.
Er hat dieses beispiellose Eingeständnis gemacht in seinem Interview am 1. Januar mit der staatlichen Internetseite Akharin Khabar, am zweiten Jahrestag des Todes von Qassem Soleimani, dem beseitigten Befehlshaber der Quds Armee in den Revolutionsgarden (IRGC).
„Wir haben uns [mit Soleimani und der Quds Armee] koordiniert bei der Ernennung von Botschaftern in Libyen und Tunesien, weil es für diese Länder ‚besondere‘ Botschafter brauchte wegen ihrer einzigartigen Umstände“, erklärte Salehi. „Mit anderen Worten: unsere Botschafter für diese Länder sollten Diplomaten sein und zugleich Felderfahrung haben. Wir haben unsere Botschafter in Koordination mit Befehlshaber Soleimani ausgewählt. Peyman Jebeli, derzeit Chef des Senders der islamischen Republik (IRIB), wurde unser Botschafter in Tunesien und Hossain Akbar wurde unser Botschafter in Libyen“, fügte der hinzu.
„Das Feld“ ist eine Art Euphemismus, den das Regime für seine terroristischen Aktivitäten verwendet
Salehi beschrieb auch offen, wie das Regime verschiedene Taktiken und Deckmäntel benutzt, um sich in arabische Länder einzumischen, darunter den Roten Halbmond. Dazu ist zu erwähnen, dass Said Ghasemi, einer der früheren Spitzenkommandeure im IRGC, in einem Interview mit dem staatlichen Internetkanal Ararat im Jahr 2019 enthüllte, dass er in den 90er Jahren Bosnien besucht habe, um muslimische Kämpfer gegen die Serben zu trainieren, wobei jene die Uniform des Roten Halbmonds trugen.
„Wenn es in Libyen Konflikte gab, konsultierte ich [Soleimani] und er sagte mir, dass ich nach Libyen reisen solle. Diese Reise fiel zeitlich zusammen mit Ghaddafis Sturz und der Konflikt war noch nicht ganz zu Ende. In Libyen konnte ich sehen, wie unsere Freunde in der Quds Armee Material zur Produktion von Prothesen mit dem Symbol des Roten Halbmonds lieferten, um den revolutionären libyschen Truppen zu helfen“, so Salehi.
„Wenn wir über die Quds Armee sprechen, denkt jeder, dass es nur eine militärische Truppe sei. Aber in Wirklichkeit ist es eine kulturelle Kraft und eine helfende Hand. Die Quds Armee hat einen militärischen Bereich, aber sie konzentriert sich mehr auf kulturelle Aktivitäten und humanitäre Hilfe“, meinte Salehi dreist.
Die Arbeitsweise der Quds Armee im IRGC für die Verfolgung ihrer „kulturellen und humanitären Ziele“ besteht darin, improvisierte Sprengvorrichtungen (IEDs) oder Selbstmordattentate zu benutzen, um die Menschen zu „überraschen“. Die herzzerreißenden Szenen mit den von der Quds Armee hingeschlachteten syrischen Kindern und enthaupteten unschuldigen Irakern sagen viel über die Bemühungen dieser terroristischen Truppe darum, humanitäre Hilfe zu leisten.
Dies hat Salehi bestätigt, wenn er zugab: „In Syrien enthüllten sich einige militärische Fähigkeiten der Quds Armee“. Zu diesen militärischen Fähigkeiten gehört das Bombardieren von Wohngebieten und Angriffe mit chemischen Waffen auf unschuldige Zivilisten, um Bashar Al Assads Diktatur unter Beweis zu stellen.
Salehi hat auch Soleimanis destruktive Rolle im Irak eingeräumt und die Benutzung von terroristischen Ableger-Gruppen um die Doktrin des Regimes von einem Export der „Revolution“ in die Region umzusetzen.


„Soleimani hatte einen einzigartigen Charakter wegen seiner Felderfahrung. Deshalb waren viele derer, die im Irak Ämter übernahmen, enge Freunde von Soleimani und standen im Kontakt mit ihm. Seine Erfolge im Irak hatten ihren Grund in seinen vorherigen Beziehungen zu diesen Leuten und das wechselseitige Vertrauen, das dabei herrschte“, beschrieb Salehi.
Hierbei ist zu erwähnen, dass diese sogenannten „irakischen Amtsträger“ Agenten des Regimes waren und ein Teil der 32 000 Agenten, die, wie der iranischen Widerstand enthüllte, Anfang der 2000er Jahre auf der Gehaltsliste der Regimes standen.
Salehi gab auch zu, dass Soleimani enge Beziehungen zu ISIS hatte. „Manche Krisen ereigneten sich in der Region und [Soleimani] musste eingreifen. Trotz aller Konflikte: wenn ISIS seine Leute verlegen wollte, sagte es immer, wenn ‚Befehlshaber Soleimani uns Zusicherungen gibt, werden wir unsere Truppen in eine andrere Region bringen‘. Dies ist besonders wichtig“.
Unabhängig von den Fehden der Fraktionen im Regime hat auch Salehis Nachfolger Mohammad Javad Zarif in einem Interview, das im April 2021 durchgesickert ist, zugegeben, dass das „Außenministerium“ des Regimes „eine Sicherheitsstruktur habe“.
„Seit seiner Gründung war unser Außenministerium mit Sicherheitsproblemen konfrontiert. Der erklärte Auftrag des Ministeriums seit der Revolution war eine sicherheitspolitische Agenda. In den 1990er Jahren wurde der wirtschaftliche Zweig des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten geschlossen und durch die regionale Verwaltung ersetzt mit einer stärkeren Orientierung zur politisch-sicherheitsbezogenen Seite hin“, erklärte er. Zuvor hatte Sarif ausgesagt, dass er regelmäßige Treffen mit Soleimani hatte.
Während seiner Anhörung zur Bestätigung im Madschlis (Parlament) des Regimes äußerte der derzeitige Außenminister Hossain Amir Abdollahian, er werde weiterhin „Soleimanis Pfad folgen“, „In Westasien sind wir bemüht, die Erfolge der ‚Achse des Widerstands‘ zu institutionalisieren, und im Osten wollen wir die Fähigkeiten der wirtschaftlichen Schwellenländer nutzen, um unsere Wirtschaft und unseren internationalen Handel zu entwickeln“, fügte er hinzu.
Die Diplomaten des iranischen Regimes haben lange dessen terroristische Ziele umgesetzt
2018 verhafteten europäische Behörden Irans den in Wien ansässigen Diplomaten-Terroristen Assadollah Assadi und drei Komplizen für den Versuch eines Bombenattentats auf die Jahreskundgebung des Iranischen Widerstands in Frankreich.
Dieses überraschende Eingeständnis bestätigt wieder, was der Iranische Widerstand seit vier Jahrzehnten unterstrichen hat, dass nämlich Teheran seine diplomatischen Außenposten als Drehkreuz für Spionage und Terrorismus benutzt. Deshalb ist es hohe Zeit dafür, dass der Westen entschieden handelt und die Botschaften des Regimes schließt und seine Agenten ausweist.