Sunday, January 29, 2023
StartNachrichtenAtomprogrammKein Durchbruch zwischen Iran und IAEO beim Atomprogramm

Kein Durchbruch zwischen Iran und IAEO beim Atomprogramm

Freitag, den  17. April 2015 um 16:32 Uhr

Die in Wien ansässige Behörde der Vereinten Nationen zur Atomüberwachung gab an, sie befinde sich in dieser Woche in einem „konstruktiven Austausch“ mit dem Iran, es gebe aber noch keine Anzeichen eines Durchbruchs über Aspekte seines Atomprogramms, bei denen Teheran es der Organisation zufolge bisher unterlassen hat,

sie voll zum Gegenstand zu machen.

Bei jedem endgültigen Abkommen mit dem iranischen Regime würde die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) eine größere Rolle spielen bei der Überwachung von Teherans Einhaltung seiner Verpflichtungen.

Die IAEO untersucht das Atomprogramm des iranischen Regimes parallel zu den Gesprächen zwischen Teheran und den sechs Weltmächten. Sie erklärte im März, sie erwarte in diesem Monat Fortschritte in Bezug auf ausstehende Fragen im Zusammenhang mit der Art der  auf  Neutronen bezogenen Berechnungen und Experimenten mit Sprengstoffen, die für die Entwicklung atomarer Waffen benutzt werden können und die, wie es heißt, durchgeführt werden.    

Es hieß damals, man erwarte, dass der Iran neue Maßnahmen zur Behandlung der ausstehenden Fragen mit der IAEO etwa Mitte April vorschlagen werde, jedoch gab die IAEO am Donnerstag eine kurze Erklärung heraus, der zufolge es am Mittwoch technische Gespräche mit iranischen Amtsinhabern in Teheran gegeben habe, wobei aber nichts darüber ausgesagt wurde, ob es größere Fortschritte darin gegeben hat.

„Beide Seiten … hatten einen konstruktiven Austausch über die beiden praktischen Maßnahmen, um die es ging“, wurde gesagt, „Die Organisation und der Iran werden den Dialog fortsetzen und sind übereingekommen, in naher Zukunft wieder zusammen zu treffen“.

Der Chef der  Behörde der Vereinten Nationen zur Atomüberwachung  erklärte am 2. März: „Der Iran muss uns noch bestimmte Dinge erklären, damit die Organisation die beiden ausstehenden praktischen Maßnahmen ausarbeiten kann“, sagte Yukiya Amano vor dem Gouverneursausschuss der Organisation in Wien aus, wie es in einem Bericht von Reuters vom letzen Monat zu entnehmen ist. 

„Die Organisation ist nicht in der Lage, glaubwürdig zu versichern, dass es kein nicht deklariertes nukleares Material und dass es keine Aktivitäten diesbezüglich gibt. Deshalb kann sie nicht zu dem Schluss kommen, dass alles nukleare Material im Iran friedlichen Zwecken dient“.

Er setzte hinzu, seine Organisation sei bereit, die Beantwortung aller ausstehenden Fragen zu beschleunigen, aber „das kann nicht immer so weiter gehen“.

Quelle: Reuters