Tuesday, December 6, 2022
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Komitee für die Unterdrückung von Ashraf besteht auf Umsiedlung der Bewohner

A memorial building in Ashraf Trotz Verteilens von Flugblättern und ständiger Lautsprecherdurchsagen irakischer Mitarbeiter in den Straßen von Ashraf und unter den Augen von 50 Reportern, Kameraleuten und Fotografen von verschiedenen Nachrichtenagenturen in der ganzen Welt, ist nicht ein Bewohner bereit, Ashraf zu verlassen

Gewaltsame Umsiedlung der Bewohner von Ashraf – Nr. 4

NWRI – Um 11:30 Uhr, am Dienstag den 15. Dezember, kamen 37 Polizeifahrzeuge nach Ashraf. In ihnen waren unter anderem Mitarbeiter des unterdrückenden irakischen Komitees mit dem Namen “Komitee zur Schließung von Ashraf”. Ca. 50 Reporter, Kameraleute und Fotografen kamen ebenfalls mit dem Konvoi nach Ashraf. Nach einem langen Medienbann lud in der letzten Woche ein Sprecher der irakischen Regierung Reporter ein, damit sie eine Reportage über diejenigen machen können, die Ashraf verlassen wollen, nachdem ihnen das so genannte Komitee ein Angebot gemacht hat.

Die Bewohner von Ashraf ließen die Polizei ohne Widerstand in die Stadt und ließen alle Türen und Gebäude geöffnet, damit die Polizei, die irakischen Mitarbeiter und Reporter in sie gehen konnten.

Polizeieinheiten postierten sich auf der Hauptstraße und an wichtigen Plätzen in Ashraf. Mitarbeiter des irakischen Komitees, die vom Büro des Premierminister kamen, forderten ein Treffen mit den Vertretern der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK). Die Vertreter der PMOI antworteten, dass sie nur bereit zu einem Gespräch sind, wenn es nicht um eine gewaltsame Umsiedlung der Bewohner geht. Die irakischen Vertreter sagten daraufhin, dass es keine Intentionen einer Umsiedlung mit Gewaltanwendung gäbe.

Die PMOI Vertreter trafen sich daraufhin mit den irakischen Vertretern und am Ende sagten sie gegenüber den Reportern: Die Bewohner von Ashraf bleiben aufgrund ihres freien Willens in Ashraf, jeder einzelne hat seine Entscheidung den Mitarbeitern des Menschenrechtskomitee in 19 Tage lang andauernden Interviews unter Anwesenheit von US Kommandeuren erklärt. Im Gegensatz zu den Machthabern im Iran respektieren die Bewohner von Ashraf die Souveränität des Irak, dennoch ist eine gewaltsame Umsiedlung oder der Einsatz bewaffneter Einheiten oder gewaltsame Methoden, wie bei dem Angriff am 28. und 29. Juli geschehen (damals wurden 11 Personen getötet und 500 verletzt), kein Ausdruck von irakischer Souveränität, sondern er ist eine Untergrabung der Souveränität des Irak durch das iranische Regime. Dies ist besonders schwerwiegend, weil die Bewohner von Ashraf unter dem Schutz der vierten Genfer Konvention stehen und ihre gewaltsame Umsiedlung ist eine schwere Verletzung des Menschen- und Völkerrechts und der Genfer Konventionen. Die Bewohner von Ashraf leben seit 24 Jahren im Camp und Ashraf wird von den Bewohnern als Heimat gesehen.

Nach dem Treffen mit den Vertretern der PMOI gingen irakische Einheiten in erheblicher Zahl auf die Straßen und zu verschiedenen Plätzen in Ashraf und verteilten Flugblätter und ließen Lautsprecherdurchsagen erschallen, dass “die irakische Regierung die Bewohner der Camps an einen anderen Ort bringen will” und “dass sich gewillte Personen bei einer Polizeistation oder den Polizeifahrzeugen melden können”.

Mitarbeiter des Komitees und irakische Einheiten, begleitet von Journalisten, besuchten verschiedene Orte in Ashraf und sprachen direkt mit den Bewohnern von Ashraf.

Sie fragten sie, ob sie Ashraf verlassen wollen und in luxuriösen Hotels in Bagdad leben möchten. Doch im Gegenteil, trotz mehrfacher Einladungen entschloß sich kein einziger Bewohner zu gehen, sich dessen bewußt, was sie von den Angeboten zu halten haben. So fuhren die Minibusse leer zurück, welche die Bewohner mitnehmen sollten.

Ein weiterer Punkt in den Bergen der Flugblättern, die von den Mullahs inspiriert wurden, waren beschämende Lügen über das Massaker in Ashraf vom 28. und 29. Juli.

Es wurde sogar behauptet, dass die Filmaufnahmen, die bei dem Überfall gemacht wurden und bei denen die irakischen Einheiten, Stöcke, Äxte, Kugeln und Eisenstangen gegen schutzlose und unbewaffnete Bewohner von Ashraf einsetzten, gestellt seien. Die Filmaufnahmen hatten damals die Welt schockiert.
  
Gegen 15 Uhr Ortszeit verließen die irakischen Einheiten und deren Mitarbeiter Ashraf. Sie nahmen die Journalisten mit, obwohl viele Bewohner aus Ashraf Interviews mit den Reportern führen wollten.

Der iranische Widerstand betont, dass die illegale Entscheidung der irakischen Regierung zur Umsiedlung nur der Auftakt zu einer größeren humanitären Katastrophe ist und ruft die UN und die US Regierung auf, den Schutz der Bewohner von Ashraf zu sichern, damit eine gewaltsame Umsiedlung und weitere Gewaltanwendung nicht möglich ist.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
15. Dezember 2009