Monday, November 28, 2022
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Kongreßabgeordneter John Lewis: Nie aufgeben, nie nachgeben und nie den Glauben verlieren

John Lewis

NWRI – Auf einer Konferenz im Capitol Hill sprach John Lewis, der von der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi als „Gewissen des US Kongresses“ bezeichnet wird, zu einer Reihe von Kollegen, US-Iranern und Unterstützern von Camp Ashraf, die in Solidarität mit dem iranischen Widerstand stehen.

Als ein früherer Mitstreiter von Dr. Martin Luther King Jr. war und ist Lewis einer der prominentesten Anführer der Bürgerrechtsbewegung in den USA. In den letzten 25 Jahren des letzten Jahrhunderts wurde er begeistert von den Menschen in Georgia als ihr Repräsentant im US Kongreß gewählt.

Lewis gehört zu der Mehrheit der Abgeordneten des US Repräsentantenhauses, die Resolution 704 der Kammer unterschrieben, welche „den US Präsidenten auffordert, alle notwendigen und sinnvollen Schritte zu unternehmen, damit die Verpflichtungen der USA unter dem internationalen Recht und der internationalen Abkommen zur physischen Sicherheit der Bewohner von Camp Ashraf gegen inhumane Behandlung und ungewollte Deportation durch irakische Sicherheitskräfte erfüllt werden.“

Im folgenden befinden sich Auszüge aus seiner Rede am Capitol Hill:

Vielen Dank

Lassen sie mich zuerst alle im Capitol Hill begrüßen, die an der Konferenz teilnehmen. Ich möchte ihnen sagen, dass ich vor vielen Jahren nach Washington kam, um die Freiheitsrechte einzufordern. Ich wurde verhaftet, geschlagen und inhaftiert. Dann kam ich zusammen mit Dr. Martin Luther King Jr. im Jahre 1963 zurück nach Washington und sprach mit ihm auf den Stufen des Lincoln Denkmals. Zehn von uns sprachen damals. Dr. King war der 10. Redner und ich der 6. Von allen, die damals sprachen, bin ich der letzte, der noch da ist.

Ich glaube, dass das, für das ich einstehe, richtig und gerecht ist. Ich glaube daran, dass man für unsere Freiheit einstehen muss und das alle Menschen frei und befreit sein müssen.

Ich bin hierher gekommen, um ihnen zu sagen: Geben sie niemals auf, geben sie niemals nach und verlieren sie nie ihren Glauben. Ich wurde 40 Mal verhaftet, ging ins Gefängnis, blieb jedoch unnachgiebig im Kampf für die Freiheitsrechte. Ich hatte während unseres Marsches von Selma nach Montgomery am 7. März 1965 eine Gehirnerschütterung. Doch wir gaben nie auf.

Die Menschen, die das Volk im Iran unterstützen und diejenigen, die hier in den USA und in der Welt im Exil leben, dürfen nie aufgeben. Marschiert weiter für eure Brüder, Schwestern, Onkel und Tanten, für eure Mütter und Väter, für die Großeltern und Urgroßeltern. So lange den Menschen im Iran die grundlegendste Menschenrechte versagt werden, so lange werden die Rechte allen Menschen versagt.

Als ich die aktuellen Aufstände im Iran sah, erinnerte mich das an den gewaltlosen Kampf, den wir in Amerika für unser Recht zum Wählen und der Teilnahme am demokratischen Prozeß führten.

Also haltet durch!

Ich unterstütze die Sanktionen (gegen das iranische Regime) und ich werde weiter damit fortfahren, alles zu tun, was in meiner Macht steht, um die Welt und insbesondere die Bewohner von Amerika darauf aufmerksam zu machen, mit welchen Dingen das Volk im Iran zu kämpfen hat. Ihr habt Unterstützung und ihr habt Menschen, die aufstehen und den guten Kampf mit euch führen werden. Also haltet durch und macht weiter Druck.

Vielen Dank