Saturday, December 3, 2022
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Kundgebung der Frauen für gleiche Rechte im Iran

Quelle: American Chronicle
Von: Jila Kazerounian
Der 12. Juni ist der erste Jahrestag der Kundgebung iranischer Frauen gegen die Geschlechterapartheid des in ihrem Land herrschenden Regimes. Tausende Frauen gingen in Teheran auf die Straßen, um sich dem von verschiedenen Frauengruppen organisierten Protest anzuschließen, der sich gegen die Unterdrückung und die Ungleichheit unter den theokratischen Herrschern richtete. Sie skandierten: "Frauen sind Menschen, aber wir haben keine Rechte", "Unsere Forderung: Freiheit und gleiche Rechte" und "Das Regime der Frauenfeindlichkeit muss beendet werden".

Die staatlichen Sicherheitskräfte griffen die Demonstranten an, schlugen auf sie ein, verletzten sie und verhafteten viele von ihnen. Mit dieser Tortur läuteten der Hardliner Ahamdinejad und seine Kumpane eine neue Runde von Repressionen gegen Frauen ein. Erst vor kurzem ist das Teheraner Regime sehr brutal gegen Frauen vorgegangen, "um die Tugend zu fördern und gegen das Laster zu kämpfen". Frauen, die nicht völlig auf den islamischen Kleidercodex achten, werden geschlagen und in den Straßen wegen "unangepasster Bekleidung" verhaftet. Die Szenen von diesen Übergriffen der Sicherheitskräfte sind grauenvoll.

Inmitten der landesweiten Aufstände von Studenten, Lehrern und Arbeitern hat das islamische fundamentalistische Regime wieder eine Kampagne gegen Frauen gestartet, um an den Rest der Bevölkerung eine Botschaft zu senden und sie unter Kontrolle zu halten. In den letzten drei Jahrzehnten der Herrschaft von Klerikern im Iran haben Frauen bewiesen, dass sie sich diesen Dinosauriern nicht unterwerfen werden. Das System der Gänderapartheid wird von den gleichen Menschen bekämpft, die die Hauptlast dieser Brutalität ertragen müssen: die Frauen. Die Teheraner Diktatoren haben bisher Zehntausende Frauen hingerichtet. Sie haben jungfräuliche Mädchen im Gefängnis vergewaltigt, damit sie nach ihrer perversen Ideologie nicht in den Himmel kommen. Sie haben weibliche politische Gefangene gefoltert und zu Krüppel gemacht. Aber sie waren nicht in der Lage, iranische Frauen zum Schweigen zu bringen.

Der Widerstand wächst. Frauen führen den Kampf für Freiheit und Demokratie im Iran an. Und es gibt eine Frau, die in der ersten Reihe der Widerstandsbewegung steht. Maryam Rajavi, die vom Widerstandsrat Iran (NWRI) gewählte Präsidentin, ist die am meisten von den Mullahs gefürchtete Frau im Iran. Sie führt die am besten organisierte Widerstandsbewegung gegen das Regime an. Rajavi stellt aus Anlass des Internationalen Frauentages in Paris fest: "Weil Frauen historisch immer ausgebeutet und unterdrückt waren, besitzen sie eine enorme Motivation und eine hohe Ausdauer im Kampf um die Aufholung ihres Rückstandes. In der Konfrontation mit den Mullahs haben wir festgestellt, dass Frauen einer zusammengedrückten Feder ähnlich sind, die von ihren Ketten der Diskriminierung befreit Verantwortung tragen, einen gigantischen Sprung nach vorne machen."

Die Teheraner Mullahs sollten besser aufpassen: Die iranischen Frauen haben mit dem gigantischen Sprung nach vorn begonnen.

Jila Kazerounian ist die Geschäftsführerin des Frauenforums gegen den Fundamentalismus im Iran (WFAFI). http://www.wfafi.org/