
Auf einer Konferenz in der Schweiz drohte der iranische Präsident Hassan Rouhani mit Vergeltungsmaßnahme für die US Sanktionen und deren Ziel eines Ölembargos der iranischen Ölexporte innerhalb der nächsten Monate.
Viele haben die Aussagen von Rouhani so interpretiert, dass er dann die Straße von Hormus schließen wird. Über diese Route laufen zahlreiche weltweite Ölexporte und der Kommandeur der Qods Force in den Revolutionsgarden hatte diesen möglichen Schritt begrüßt.
Suleimani unterstützte Rouhani mit der Aussage, dass die iranischen terroristischen Milizen dafür sorgen werden, dass dies keine leeren Drohungen bleiben und weitere Vertreter des Regimes schoben weitere Drohungen in Richtung Schließen der Straße von Hormus hinterher, unter anderem der stellvertretende Parlamentssprecher Ali Mottahari.
Die USA hingegen stellte klar, dass sie auch mit militärischen Mitteln die Straße offen halten wird. Dies sollte eher das Regime beunruhigen, das weder finanziell noch in militärischer Stärke es den USA oder seinen Alliierten die Stirn bieten kann.
Drohungen und Sanktionen
Diese Drohungen hat der Iran schon mehrfach geäußert, zum ersten Mal während des Iran/Irak Krieges. Doch sie wurde nie umgesetzt, nicht einmal zu der Zeit unter Präsident Mahmoud Ahmadinejad, wo es die bisher stärksten Sanktionen gegen das iranische Regime gab. Der oberste Führer beugte sich am Ende immer den globalen Forderungen und kam in einer sehr schwachen Position an den Verhandlungstisch. Dies führte unter anderem zum Iran Atomdeal, der als Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) bekannt ist.
Das Regime hatte am Ende zwar das bessere Ende und bei diesem Deal und das Missverhältnis so stark, dass sich Donald Trump im Mai aus dem Deal zurück zog und die Sanktionen gegen die Mullahs wieder in Kraft setzte.
Es ist eher wahrscheinlich, dass die Mullahs ihre Drohungen ausstoßen, weil sie Angst vor den kommenden Sanktionen haben. Es wird die kaputte Wirtschaft noch kaputter machen und so den Wunsch des Volkes zum Sturz des Regimes weiter steigen lassen. Das ist der zentrale Aspekt im Handbuch der Mullahs. Sie wollen die Krisen ins Ausland verlagern und damit davon ablenken, dass sie in der Region und im Iran die Kontrolle verlieren. Daher ist der Iran in so vielen Konflikten im Mittleren Osten beteiligt, er will damit von sich selbst ablenken und andere Länder durch Destabilisierung schwächer machen.
Der iranische Widerstandsgruppe PMOI/MEK schrieb dazu:“ Die harsche Realität ist, dass die Mullahs nach sechs Monaten ununterbrochener Proteste im Land eine steigende Unterstützung für die iranische Opposition als Alternative zum Regime erleben und dass der Sturz sehr nahe ist und daher versuchen sie verzweifelt, das Unvermeidliche irgendwie zu verhindern.“
Der iranische Widerstand erhält eine Menge Unterstützung aus der ganzen Welt, dies konnte man gut bei der Versammlung Freier Iran am 30. Juni in Paris beobachten, wo rund 100.000 Menschen teil nahmen.
Das Regime wollte sogar einen Bombenanschlag auf diese Veranstaltung verüben lassen, doch seine Terroristen wurden von europäischen Behörden verhaftet und so müssen die Mullahs ihre Drohungen nun woanders einsetzen.
Die M EK schreibt:“ Die Welt, vor allem die Länder im Mittleren Osten, sollten den Drohungen des Regimes keinen Glauben schenken und statt dessen das iranische Volk und seine organisierte Opposition, den Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), unterstützen.“
