Sunday, February 5, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteMansour Radpour, ein Aktivist der Volksmojahedin Iran, im berüchtigten Gohardasht Gefängnis ermordet

Mansour Radpour, ein Aktivist der Volksmojahedin Iran, im berüchtigten Gohardasht Gefängnis ermordet

Mansour Radpour, ein politischer Gefangener und Aktivist der Volksmojahedin Iran (PMOI), wurde am 21. Mai nach fünf Jahren Haft ermordet. Er litt in dieser Zeit unter schwerster Folter. Er wurde 44 Jahre alt und hinterläßt zwei Kinder. Mansour Radpour war ein langjähriger Unterstützer der PMOI. Er arbeitete als Maler, dann ging er Februar 2007 nach Ashraf und wurde einige Monate später am 17. Mai festgenommen, nachdem er den Protest der Arbeiter auf der Chalous-Karaj Autobahn gefilmt hatte.

Er kam in einen geheimen Bereich des iranischen Geheimdienstministeriums (MOIS) und wurde dort sofort gefoltert.

Nach einem Schauprozeß, bei dem ihm Propaganda gegen das Regime und Unterstützung der PMOI vorgeworfen wurde, wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Agenten des MOIS sorgten dann dafür, dass seine Haft auf acht Jahre ausgedehnt wurde.

Mansour Radpour verbrachte fünf Jahre unter den schlimmsten Bedingungen in geheimen MOIS Gebäuden, Zellen der Revolutionsgarden, Sektion 1 des Gohardasht Gefängnis, welches als Trakt für zum Tode Verurteilte gilt, in Einzelhaft und in Sektion 4 des Gohardasht Gefängnis, wo die politischen Gefangenen ermordet werden oder sich zu Tode quälen. In den ganzen Jahren wurde er erniedrigt und eingeschüchtert, geschlagen und von den meisten täglichen Bedürfnissen ausgesperrt, wenn wieder einmal Agenten des iranischen Regimes die Gefangenen angriffen, weil sie Widerstand zeigten.

Mansour Radpour war immer an vorderster Front, wenn es darum ging, die Gefangenen zu verteidigen und ging bei mehreren Anlässen in den Hungerstreik, um gegen die grauenvollen Haftbedingungen im Gefängnis zu protestieren. Daher haßten ihn die Henker und versuchten, seinen Widerstand zu brechen und ihn zu Geständnissen zu zwingen. Oft wurde er brutal gefoltert, dennoch blieb er standhaft und beugte sich nie den Folterknechten.

Aufgrund der schweren Folter und der harten Bedingungen litt Mansour Radpour an mehreren Krankheiten, wie Nierenproblemen, Magengeschwüren, Atemnot und an gebrochener Schulter und Rippen. Die Henker lehnten medizinische Hilfe ab und sagten ihm und anderen Gefangenen, dass sie im Gefängnis seien, um zu sterben. In den letzten Wochen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand erheblich und er litt an Erbrechen und starken Schmerzen, doch er wurde nicht in ein Krankenhaus und noch nicht einmal in das Gefängniskrankenhaus verlegt, so starb er am 21. Mai, nachdem er körperlich am Ende war.

Der iranische Widerstand drückt seine Kondolenz an seine Familie, die PMOI und das iranische Volk aus und ruft alle internationalen Gremien und Menschenrechtsorganisationen, insbesondere den Hochkommisar für Menschenrechte und den Sonderbeauftragten für den Iran auf, eine Untersuchungskommision zu gründen, welche die Situation der politischen Gefangenen im Iran beleuchtet und die nach den Gründen des Todes von Mansour Radpour fragt.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
22. Mai 2012