Sunday, July 21, 2024
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Menschenrechtsgruppe fordert Ende der „Schikanen“ gegen iranisches Camp im Irak

LONDON, 13.Juli – Die irakische Regierung sollte mit den „Schikanen“ gegen iranische Exillanten aufhören, die in Camp Ashraf leben. Das sagte am Mittwoch die Menschenrechtsgruppe Amnesty International (AI). Die 3400 nördlich von Bagdad in Camp Ashraf lebenden Dissidenten aus dem Iran haben keinerlei Anerkennung im Irak. Die Regierung gab bekannt, das Camp Ende 2011 zu schließen.

AI sagte, die Bewohner beklagen, dass sie nicht einmal die minimale medizinische Versorgung erhalten und wiederholt keine Ausreisegenehmigung aus dem Camp erhalten haben, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen.

„Amnesty International fordert die irakische Regierung auf, ihre Schikanen gegen die iranischen Exillanten in Camp Ashraf zu beenden und einen freien Zugang zu medizinischer Versorgung und anderer humanitärer Notwendigkeiten sicher zu stellen“, hieß es in einer Erklärung.

„Amnesty International hat wiederholt die irakische Regierung aufgefordert, die Menschenrechte der Bewohner von Ashraf zu respektieren und die Angriffe durch irakische Sicherheitskräfte auf das Camp zu untersuchen, damit die Verantwortlichen der Ermordungen, Folterungen und anderer Verletzungen verurteilt werden.“

„Außerdem fordert Amnesty International weiterhin Versicherungen der irakischen Regierung ein, dass keine Maßnahmen zu einer gewaltsamen Abschiebung der Bewohner von Ashraf in den Iran unternommen werden.“

Camp Ashraf ist die Basis der Volksmojahedin Iran, welche im Iran, Irak und den USA als terroristische Organisation eingestuft werden. Die EU nahm sie 2009 von der Liste.

Die Gruppe will den Sturz der iranischen islamischen Regierung und führte Angriffe auf den Iran aus dem Irak vor dem Sturz Saddam Husseins 2003 aus. In den 70er Jahren wurde von ihr eine Guerilla Kampagne gegen den aus der USA unterstützten Schah aus Iran angeführt, welche auch US Ziele im Iran hatte.