Monday, December 5, 2022
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Mohaddessin: “Das iranische Regime – Drahtzieher des Bombenattentats in Argentinien”

NWRI – Nachfolgend veröffentlichen wir Auszüge aus dem Interview mit Mohammad Mohaddessin, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Nationalen Widerstandsrates Irans, zu den jüngsten Prozessen, in denen Terroranschläge des Regimes in verschiedenen Ländern verhandelt werden:
Frage:  Herr  Mohaddessin, sagen Sie uns bitte Ihre Meinung über die Erklärungen der argentinischen Gerichtsbarkeit, dass iranische offizielle Stellen in den Terroranschlag 1994 auf das jüdische Kulturzentrum in Buenos Aires verwickelt waren.

Mohaddessin:  Es ist eine Tatsache, dass der iranische Widerstand 1994 bekannt machte, dass der Bombenanschlag auf das Amia Center in Buenos Aires damals vom iranischen Regime und den Qods Einheiten der Revolutionären Garden verübt wurde. Ich war bei einer Pressekonferenz und appellierte an die argentinischen Behörden, den Botschafter des iranischen Regimes in ihrem Land zu verhaften, ein Agent der Terroristen, mit dem Namen Hadi Soleimanpour, der den Anschlag geleitet hatte. Wir haben ebenfalls den Namen von Hashemi Rafsanjani, danach Präsident, Ali Fallahian, dem früheren Minister für Geheimdienst und andere leitenden Mitarbeiter des Regimes als die Drahtzieher und Täter für diesen Anschlag benannt.
Leider hat das damals niemand ernst genommen. Der iranische Widerstand hat später weitere Details enthüllt.
Vor kurzem beschuldigte der argentinische Staatsanwalt Rafsanjani und weitere sieben Führer namens Velayati, dem späteren Außenminister, und heute einer von Ali Khamaneis (dem Obersten Führer) Hilfen, Ali Fallahian, dem früheren Minister für Geheimdienst, Mohsen Reza’i, dem früheren Chefkommandeur der Revolutionären Garden, Ahmad Vahidi, dem Kommandeur der Qods und andere, diesen Anschlag geplant und ausgeführt zu haben und forderte ihre Festnahme.
Das ist noch keine isolierte Tat. Das Mykonosurteil in Deutschland 1997 für die Ermordung von kurdischen Dissidenten 1992 ist ein anderer Fall. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass Khamenei, Rafsanjani und Velayati, die jetzt die Chefberater des Höchsten Führers sind, ebenso wie Fallahian, dem früheren Minister für Geheimdienst und jetzt im Büro des Höchsten Führers verantwortlich für Sicherheitsfragen, in die Morde verwickelt waren.

Frage: Die Anschuldigung in Argentinien stimmt mit einer anderen Belastung in Italien gegen einen der Mörder von Mohammad Hossein Naghdi, dem Vertreter des Nationalen Widerstandsrates Iran in Rom, 1993 überein. Welche Verbindung gibt es zwischen diesem Verbrechen und dem iranischen Regime?
Mohaddessin: Die letzte Sitzung zu dieser Belastung fand am 25. Oktober in Rom statt und wird am 24. November fortgesetzt. In diesem Fall ist es bedeutend, dass es zahlreiche Zeugen und offensichtliche Beweise gibt. Das Gericht erkennt an, dass die Täter der Ermordung von Naghdi Führer des iranischen Regimes waren.
Naghdi war einer der iranischen Diplomaten, die in den frühen 80er Jahren dem Widerstand beigetreten sind: Mohammad Hossen Naghdi, war der Geschäftsführer in Italien, Professor Kazem Rajavi, der iranische Botschafter in Genf und in den Vereinigten Staaten und Parviz Khazaï, der iranische Botschafter in Oslo (Norwegen). Alle drei entschlossen sich zur Mitarbeit im Widerstand. Die beiden Ersten, Naghdi und Prof. Kazem Rajavi wurden von Terroristen 1990 und 1993 im Auftrag von Teheran ermordet.
Der italienische Anwalt erklärte während der Verhandlung am 25. Oktober, dass er genügend Material habe, um zu beweisen, dass Naghdis Ermordung ein politischer Mord des iranischen Regimes zur Ausschaltung der Opposition war. Einer der Täter, Amir Mansour Bozorgian, wurde von der italienischen Polizei und den Prozessverantwortlichen identifiziert. Er wurde in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Mehr Beweise sprechen dafür, dass Khamenei selbst den Auftrag für die Ermordung gegeben  hat. Der Terrorapparat des Regimes hat die schmutzige Arbeit ausgeführt. Genau derselbe Apparat beging auch die Mykonosmorde.
Ein weiteres interessantes Element ist die Verwicklung von Amir Mansour Bozorgian in dieses Verbrechen, der an dem Terroranschlag in Wien beteiligt war, bei dem Abdol-Rahman Ghassemlou, der Füher der Kurdischen Demokratischen Partei Irans 1989 ermordet wurde. Zwei Gruppen sind in Verbindung mit dieser Operation zu nennen: eine unter dem Kommando von Bozorgian und die andere unter dem Kommando von Ahmadinejad, dem gegenwärtigen Präsidenten der Mullahs.
Wenn Sie diese Fälle sorgfältig untersuchen, werden sie herausfinden, dass die ganze Struktur dieses Regimes in den Terrorismus verwickelt ist.