Monday, December 5, 2022
StartNachrichtenAktuellesMuqtada Sadr fordert Sturz von Maliki und seiner Regierung

Muqtada Sadr fordert Sturz von Maliki und seiner Regierung

NWRI – Der irakische Kleriker und politischer Anführer Maqtada Sadr rief die Nation auf, Regierungschef Maliki und seine Regierung zu stürzen. Er beschuldigte Maliki, die Nation ins Elend zu stürzen und Terrorismus im Irak zu dulden. Der schiitische Anführer glaubt, dass er ein direkter Abgesandter des Propheten Mohammed ist. Er sagte in einer Erklärung: Der Regierungschef hat nichts vom Land übrig gelassen, außer seinen Posten und diejenigen, die sich um ihn scharen.“

„Der Countdown für das Ende dieser Regierung ist eingeläutet und wir fordern das Volk auf, sich gegen ihn zu erheben. Wir wollen der Regierung von Maliki keine weiteren Chancen geben, weder in 100 Tagen noch zu einer anderen Zeit.“

In Bezug auf die Welle der Bombenanschläge im gesamten Irak sagte Sadr:“ Die Städte Kirkuk und Bagdad und die südlichen, nördlichen und zentralen Provinzen des Landes leiden. Die paramilitärischen Gruppen spielen mit den Leben der Menschen und die Regierung von Maliki tut nichts dagegen.“

„Die Nation hat genug gelitten, es ist an der Zeit, sich zu erheben und das Ende dieser Regierung und vor allem von Maliki selbst zu fordern.“

Sadr hatte die irakische Regierung von Maliki bereits am 27. Mai nach einer Serie von Bombenanschlägen gewarnt.

Er ergänzte:“ Der Terrorismus hat seinen Einfluß verstärkt und mittlerweile die Kontrolle des Landes erobert. Militante Gruppen erhöhen in Abständen ihre Anschläge und die Reaktion darauf ist, dass sie dabei gefördert werden oder alle Parteien still bleiben.“

„Das Volk hat keine Regierung mehr, die es vor Terrorismus schützt und sie erhalten von niemandem irgendeine Hilfe.“

Er rief die Iraker auf, „Den Haß in den Herzen zu begraben, Spaltungen nicht zuzulassen und sich vereint ihrem gemeinsamen Gott zuzuwenden.“

Er sagte:“ Die Regierung muß verfolgt und bestraft werden. Sie muß für ihre Inkompetenz und Illoyalität gegenüber den Sicherheitskräften, welche nur nach Macht und Anerkennung eingesetzt werden, abgesetzt werden.“

Mittlerweile haben mehrere humanitäre Organisationen im Irak zu einem Handelsboykott von iranischen Gütern aufgerufen. Vasam al-Aani, der Sprecher mehrerer humanitärer Gruppen, sagte:“ Zahlreiche irakische Jugendliche haben Schilder auf den Demonstrationen getragen, auf denen stand: „Kauft keine Güter des iranischen Regimes“, um das Volk zu informieren.“