Saturday, December 10, 2022
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NGO’s fordern Frau Pillay von den UN auf, das an den Ashraf-Bewohnern begangene Massaker zu untersuchen

NWRI- Die Vereinten Nationen sollen eine umfassende Untersuchung des am 1. September an 52 Bewohnern Camp Ashrafs begangenen Massakers durchführen und die Mörder vor Gericht bringen. Das forderten drei NGO’s, die die UNO beraten.

In einer gemeinsamen Erklärung sagten die Danielle-Mitterand-Stiftung, die Stiftung „Internationale Bildungsentwicklung“ und die MRAP während einer Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen: „Am 1. September 2013 wurde eine Gruppe von 101 Asylbewerbern, die im Sinne der 4. Genfer Konvention als geschützte Personen anerkannt worden sind, in Camp Ashraf angegriffen; das Lager war von Sicherheitskräften der irakischen Regierung umzingelt worden. 52 Asylbewerber wurden getötet und sieben, darunter sechs Frauen, wurden entführt.“

„Am 3. September erklärte die UNAMI: ‚Innerhalb des Lagers nahm die Delegation 52 Leichen wahr, die in einer provisorischen Leichenhalle aufgebahrt waren. Alle Toten schienen Gewehrschüsse erlitten zu haben, die Mehrheit von ihnen am Kopf und Oberleib; einigen waren die Hände gefesselt.“

„Die Opfer des Massakers waren Mitglieder der ‚Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“, einer iranischen Oppositionsbewegung. Gegenwärtig haben diese 3 200 unbewaffneten Menschen fünf weitere Überfälle erlitten; auch sind Patienten wegen unzureichender medizinischer Behandlung ums Leben gekommen.

Wenn ihrem am 15. April 2013 gestellter Antrag auf eine transparente Untersuchung entsprochen worden wäre, so wäre es nicht zu diesen Massakern gekommen.“

In der Erklärung heißt es ferner: „Auch hat am 9. Dezember 2013 eine Gruppe von unabhängigen Experten der Vereinten Nationen ernsthafte Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, daß die irakischen Behörden in bezug auf Untersuchungen des Überfalls am 1. September keine Informationen zur Verfügung stellen.“

„In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: ‚Die Straflosigkeit, die diesen Verbrechen folgte, ist angesichts der Schwere der Verbrechen und der offenbar beweisbaren Verwicklung der Regierung des Irak in sie besonders eklatant.’

„Fünf Monate nach dem Massaker liegt kein Beweis dafür vor, daß die Regierung des Irak irgendeine Untersuchung unternommen hätte; in dieser Angelegenheit ist kein Bericht veröffentlicht worden. 

Niemand ist wegen des Massakers des 1. September oder früherer Überfälle zur Rechenschaft gezogen worden. Dabei haben unabhängige Juristen sie alle als Verbrechen an der Menschheit bezeichnet. Der Irak hat auf Anfragen von Menschenrechtsorganen der Vereinten Nationen nicht geantwortet. 

Daher fordern wir die zuständigen Menschenrechtsorgane zu einer vollständigen Untersuchung des am 1. September in Camp Ashraf begangenen Massakers auf.“