Wednesday, November 30, 2022
StartNachrichtenMenschenrechteNGOs drängen auf UN-Maßnahmen gegen den Iran nach der Hinrichtung von Khossravi

NGOs drängen auf UN-Maßnahmen gegen den Iran nach der Hinrichtung von Khossravi

NWRI – Am 10. Juni haben drei Nichtregierungsorganisationen, das Movement against Racism and for Friendship among the Peoples (MRAP); die  Women Human Rights International Association (WHRIA) und die International Educational Development die Hohe UN Kommissarin  für Menschenrechte gedrängt,

gegen die hohe Zahl von Hinrichtungen im Iran Maßnahmen zu ergreifen. 

Die NGOs stellten in einer gemeinsamen Erklärung in der 26. Sitzung des Menschenrechtsrats fest: „Ein Beispiel ist der Fall von Gholamreza Khossravi, der, wie berichtet wurde, nach seiner Festnahme im Jahr 2008 mehr als 40 Monate in Einzelhaft in verschiedenen Internierungszentren festgehalten wurde. Er gab an, während dieser Internierung gefoltert oder auf andere Weise misshandelt worden zu sein, wie es heißt, nachdem er sich geweigert habe, ein ‚Geständnis‘ abzulegen. Er wurde im Jahr 2010 zum Tode verurteilt unter der Anklage der „Feindschaft gegen Gott“ (moharebeh) wegen seiner mutmaßlichen Unterstützung einer geächteten Oppositionsgruppe, der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK).

Er gehörte zu den Gefangenen, die, wie berichtet wird, am 17. April bei einer Razzia in der Sektion 350 des Evin Gefängnisses verletzt wurde. Nach diesem Vorfall wurde er, wie weiter berichtet wurde, von einem Beamten des Ministeriums für Nachrichtendienste gewarnt, dass sein Todesurteil vollstreckt werde.

Er wurde am 28. Mai aus der Sektion 350 des Teheraner Evin Gefängnisses in den ‚Quarantäne‘ Bezirk von Raja’i Shahr gebracht. Wir haben gehört, dass weder seine Familienmitglieder noch sein Anwalt über diesen Transport aus dem Evin Gefängnis in das Raja’i Shahr  Gefängnis oder über die Gründe dafür informiert waren. Nach iranischem Gesetz müssen Anwälte 48 Stunden vor der Hinrichtung ihres Klienten benachrichtigt werden.

Herr Khossravi Savadjani wurde im Jahr 2008 in Rafsanjan in der Provinz Kerman festgenommen und ihm wurde der Prozess gemacht im Zusammenhang mit seinen finanziellen Spenden für  und mit der Weitergabe von Informationen an die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK). Er wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er hat zuvor schon (1981-1986) fünf Jahre  im Gefängnis verbringen müssen im Zusammenhang mit Anklagen im Zusammenhang mit seiner Unterstützung für die PMOI“.